8.12.2017 15:44
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Milchmarkt
SMP: Kein Verständnis für Ränkespiel
Der Bund schlägt für den Finanzplan 2019–2021 die vollständige Streichung des Beitrages für die «Qualitätssicherung Milch» vor. Der Nationalrat will nichts davon wissen. Die Schweizer Milchproduzenten (SMP) haben kein Verständnis für eine Kürzung.

Der Bundesrat beabsichtigte, den Beitrag von 3,045 Mio. Fr. ersatzlos zu streichen. Damit würde die würden die Kosten auf die Produzenten abgewälzt, sofern die Verarbeiter sich nicht daran beteiligen.

Der Ständerat ist dem Vorschlag des Bundesrates gefolgt und hat für die Streichung gestimmt. Der Nationalrat hingegen will die Beiträge nicht streichen. Der Entscheid fiel mit 112 zu 79 Stimmen bei einer Enthaltung.

Der SMP-Vorstand ist ob dem Entscheid des Ständerats wenig erfreut. «Für das aktuelle «Ränkespiel» im Rahmen der Budgetdebatte 2018 auf dem Buckel der Milchproduzenten hat der SMP-Vorstand kein Verständnis», heisst es in einem Communiqué von Freitagnachmittag. «Mit der Milchprüfung werden einige zentrale öffentliche Zielsetzungen erreicht, weshalb sich die aktuelle Mitfinanzierung der öffentlichen Hand ebenfalls rechtfertigt.», halten die SMP fest.

Der Vorstand hat beschlossen, der Delegiertenversammlung vom 18. April 2018 die Aufnahme von Aaremilch AG als neues Mitglied der SMP zu beantragen. Der Berner Bauern Verband wird als Mitglied der SMP ausscheiden. Aaremilch AG wird entsprechende Strukturen schaffen, um alle angeschlossenen Milchproduzenten (Molkerei- und Käsereimilch) nach dem genossenschaftlichen Gedankengut der Selbsthilfe einzubringen und zu vertreten, heisst es in der Mitteilung.

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