22.02.2013 16:46
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Energie
Ständeratskommission will unterirdische Stromleitungen
Das Hochspannungsnetz in der Schweiz soll rasch ausgebaut werden. Dies verlangt die Energiekommission des Ständerates (UREK). Sie möchte, dass zu diesem Zweck die Verfahren für unterirdische Hochspannungsleitungen beschleunigt werden.

Die Kommission empfiehlt ihrem Rat mit 9 zu 2 Stimmen bei einer Enthaltung, eine entsprechende Motion von Nationalrat Jean-René Fournier (CVP/VS) anzunehmen, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten.

Zur Deckung der Mehrkosten, die bei einer Erdverlegung anfallen, soll die nationale Netzgesellschaft nach dem Willen Fourniers einen Zuschlag auf den Übertragungskosten erheben. Für Grossverbraucher gäbe es Sonderkonditionen.

Der Walliser CVP-Nationalrat begründet seinen Vorstoss damit, dass das Hochspannungsnetz mit Blick auf die Energiewende rasch ausgebaut und den neuen Gegebenheiten angepasst werden müsse. Gleichzeitig sei den Bedürfnissen der betroffenen Bevölkerung Rechnung zu tragen.

Der Bundesrat empfiehlt den Räten, die Motion abzulehnen. Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) erarbeite derzeit eine Stromnetz-Strategie, schrieb er in seiner Antwort auf den Vorstoss. Diese solle klare Rahmenbedingungen für den Aus- und Umbau der Stromnetze schaffen.

Das UVEK werde im Frühjahr die bereinigte Vorlage präsentieren. Eine vorgezogene Prüfung einzelner Aspekte wäre nicht sachdienlich, findet der Bundesrat. Ausserdem erscheine die einseitige  Privilegierung einer einzelnen Technologie aus heutiger Sicht nicht sachgerecht. 

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