9.06.2017 18:59
Quelle: schweizerbauer.ch - Samuel Krähenbühl
SVP
SVP weist Freihandelspläne zurück
Der Bundesrat verkenne offensichtlich nach wie vor den Ernst der Lage und die täglichen Schwierigkeiten, mit denen die Schweizer Landwirtschaftsbetriebe bereits heute zu kämpfen hätten.

Das schreibt die Schweizerische Volkspartei (SVP) in einer Mitteilung als Antwort auf die Pläne des Bundesrates zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik. Die SVP werde sich namentlich entschieden gegen einen sukzessiven Grenzschutzabbau zulasten der Landwirtschaft im Rahmen von Agrarfreihandelsabkommen stellen. «Zurzeit besteht in diesem Bereich schlicht auch keinerlei Handlungsbedarf, international bestehen denn auch beträchtliche Unsicherheiten, wie sich die Situation entwickeln wird», heisst es wörtlich.

Zudem habe auch das Parlament in der Vergangenheit immer wieder klar Stellung bezogen gegen den schrankenlosen Agrarfreihandel. Die SVP fordert den Bundesrat auf, anstatt von voreiligen und unnötigen Schritten jetzt zuerst einmal eine seriöse Evaluation der Agrarpolitik 17 vorzunehmen und die diesbezügliche überbordende kostentreibende Bürokratie abzubauen. Zudem sei auch die anstehende Volksabstimmung über die Initiative zur Ernährungssicherheit abzuwarten.

Die SVP setze sich für eine produzierende Schweizer Landwirtschaft ein, welche die Bevölkerung mit gesunden und marktnah produzierten Nahrungsmitteln versorge und die schöne Kulturlandschaft pflege. «Um diese Ziel zu erreichen, muss die Existenzgrundlage unserer landwirtschaftlichen Familienbetriebe verbessert werden. Der heutige Entscheid des Bundesrates zur mittelfristigen Weiterentwicklung der Agrarpolitik steht diesen Zielen diametral entgegen und wird von der SVP vehement bekämpft», heisst es in der Mitteilung weiter.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE