9.02.2015 17:22
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Syngenta
Syngenta-Boss lehnt SBV-Initiative ab
Der US-Amerikaner Mike Mack kann der Ernährungssicherheitsinitiative des Schweizer Bauerverbandes nichts Positives abgewinnen. Zudem kritisiert der Syngenta-Chef die hiesige Landwirtschaftspolitik.

Die Worte von Mack in der jüngsten Ausgabe der „NZZ am Sonntag“ waren deutlich. „Durch den Anstieg des Schweizer Frankens kommt die Abschottung des Agrarsektors den Steuerzahler noch teurer zu stehen“, so die Worte des Konzernchefs.

„Den Konsumenten wird es zu teuer“

Auch die Ernährungssicherheitsinitiative bekommt ihr Fett ab. Ziele der Initiative sind die Stärkung der einheimischen Lebensmittelproduktion und die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Bauern. „In der Schweiz mag es bei Wein und Milch ja ganz gut funktionieren. Schwieriger wäre es, die nötige Menge Weizen und Reis in der Schweiz anzubauen“, betont Mack.

Die Bauern müssten auch die Konsumenten im Auge behalten. „Wenn es denen zu teuer wird, dann fahren sie über die Grenze und kaufen dort günstig ein“, macht der US-Amerikaner deutlich.

Noch im Juli vergangenen Jahres war Syngenta mit anderen Pflanzenschutzproduzenten der Initiative wohlwollender gesinnt. „Bayer, Leu + Gygax, Omya, Stähler und Syngenta teilen die Ziele der Initiative, die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln aus vielfältiger und nachhaltiger einheimischer Produktion zu stärken, das schwindende Kulturland besser zu schützen und das Qualitätsniveau bei Lebensmitteln hoch zu halten“, hiess es in der Medienmitteilung.

Syngenta teilt auf Anfrage von schweizerbauer.ch mit, dass die Aussagen von Mike Mack in der «NZZ an Sonntag» aus dem Kontext gerissen worden seien. Syngenta begrüsst, dass durch diese nitiative die Diskussion um die Voraussetzungen für eine produzierende Landwirtschaft und den Beitrag der Schweizer Produktion zur globalen Ernährungssicherheit in einer breiteren Öffentlichkeit geführt wird. blu

In Basel gehen 500 Stellen verloren

Der Agrochemiekonzern streicht in Basel 500 Stellen. Dies gab der Konzern Ende November 2014 bekannt. Der Abbau erfolgt im Rahmen eines weltweiten Verlagerungs- und Abbauprogramms von 1800 Stellen. 2015 sollen Einsparungen von 265 Mio. Dollar erzielt werden.

Von den derzeit 3400 Mitarbeitenden in der Schweiz sind rund 500 in Basel vom Stellenabbau betroffen. Etwa zwei Drittel der gestrichenen Funktionen werden ins Ausland verlagert. Noch vor zwei Jahren sagte Mack, dass das Unternehmen nicht vorhabe, Stellen ins Ausland zu verlagern. Neben Basel ist Monthey VS mit 930 Mitarbeiter der wichtigste Standort des Saatgut und Pflanzenschutzherstellers in der Schweiz. Dort sollen keine Stellen abgebaut werden.

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