7.10.2014 15:24
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Thurgau
TG: Kulturland-Initiative vor Lancierung
In den Kantonen Bern und Zürich wurden schon vor einiger Zeit Initiativen zum Schutz des Landwirtschaftslandes eingereicht. Demnächst wird nun auch im Kanton Thurgau eine Kulturland-Initiative lanciert – ohne die Unterstützung der Bauern.

Die Arbeiten an der Thurgauer Kulturland-Initiative seien abgeschlossen, meldet heute das St. Galler Tagblatt. Im November soll sie der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Derzeit wird ein Initiativ-Komitee auf die Beine gestellt. Ziel der Initiative sei der bessere Schutz des Kulturlandes. Zum Inhalt will Mitinitiant und CVP-Kantonsrat Josef Gemperle noch nicht im Detail Stellung nehmen.

Bereits jetzt aber ist klar: Die Thurgauer Bauern werden nicht im Initiativ-Komitee vertreten sein. Der Verband Thurgauer Landwirtschaft hat zwar bei der Ausarbeitung des Volksbegehrens mitgeholfen, die entsprechende Arbeitsgruppe hat er aber wieder verlassen. Begründet wird dieser Schritt mit dem neuen eidgenössischen Raumplanungsgesetz. „Wir haben heute die rechtlichen Grundlagen, um das Kulturland vor Überbauung zu schützen, sagte Bauern-Präsident Markus Hausammann gegenüber dem St. Galler Tagblatt. Weitergehende Bestimmungen seien problematisch für Grundeigentümer.

Ein weiterer Grund für das Abseitsstehen der Bauern sei die Revision des Raumplanungsgesetzes. Dort geht es unter anderem darum, ob Landwirte künftig für Ersatz sorgen müssen, wenn sie ein neues Gebäude errichten. Die Bauern lehnen das ab. Laut Hausammann könne der Bauernverband nicht einen strengeren Kulturlandschutz verlangen und sich gleichzeitig gegen neue Vorschriften im Landwirtschaftsbereich wehren.

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