16.01.2015 08:31
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Thurgau
TG: Walter und Hausammann wollen NR-Sitze verteidigen
Die SVP Thurgau will ihre drei Nationalratssitze mit den Bisherigen Hansjörg Walter, Markus Hausammann und Verena Herzog verteidigen. Für den Ständerat hat die wählerstärkste Thurgauer Partei am Donnerstagabend Roland Eberle (bisher) nominiert.

Oberstes Ziel sei, die drei Sitze im Nationalrat zu halten. «Das ist meine Motivation, nochmals anzutreten», sagte der amtsälteste Thurgauer Nationalrat, Hansjörg Walter an der Nominationsversammlung in Berg TG. Auf Walter (Jahrgang 1951, Wängi) folgen Markus Hausammann (Jahrgang 1964, Langrickenbach) und Verena Herzog (Jahrgang 1956, Frauenfeld), die 2013 für Peter Spuhler nachrückte.

Zugpferd Walter

Neben den Bisherigen kandidieren für die sechs Thurgauer Nationalratssitze Kurt Baumann (Sirnach, Jahrgang 1958), Diana Gutjahr (Amriswil, Jahrgang 1984) und Vico Zahnd (St. Margarethen, Jahrgang 1980). Alle drei sitzen im Kantonsparlament.

Kandidat ist Hansjörg Walter, der nach dem Rücktritt von Peter Spuhler als Zugpferd gilt. Der 64-Jährige Landwirt und ehemalige Präsident des Schweizerischen Bauernverbands sitzt seit 1999 im Nationalrat, den er 2012 präsidierte.

2008 wurde Walter als unfreiwilliger Sprengkandidat gegen Ueli Maurer beinahe als Nachfolger von Samuel Schmid in den Bundesrat gewählt. 2011 kandidierte er für den Bundesrat - als Ersatz für Bruno Zuppiger. Zuppiger musste damals seine Kandidatur zurückziehen wegen einer Veruntreuung, für die er später verurteilt wurde.

Eberle wieder in den Ständerat

Für den Ständerat haben die SVP-Delegierten am Donnerstagabend Roland Eberle nominiert, der vor vier Jahren als Nachfolger von Hermann Bürgi (SVP) gewählt wurde. Der selbständige Unternehmer wohnt in Weinfelden, ist 1953 geboren und war von 1994 bis 2007 Thurgauer Regierungsrat. Er sitzt zusammen mit Brigitte Häberli (CVP) für den Thurgau im Ständerat.

Drei von sechs Sitzen

Die SVP erreichte 2011 einen Wähleranteil von 38,7 Prozent und besetzt drei der sechs Thurgauer Nationalratssitze. Für die CVP, die mit 14,3 Prozent zweitstärkste Partei sitzt Christian Lohr in der Grossen Kammer. Die SP hat einen Wähleranteil von 12,1 Prozent und ist mit Edith Graf-Litscher im Nationalrat vertreten.

Den Sprung ins Eidgenössische Parlament schaffte 2011 die Grünliberale Partei mit Thomas Böhni. Dank einer Listenverbindung gelang es der erstmals antretenden Kleinpartei mit einem Wähleranteil von gut fünf Prozent, der FDP den Nationalratssitz wegzuschnappen.

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