22.05.2018 14:55
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Organisationen
Tierschutz und KAGfreiland: Zusammenarbeit
Der Schweizer Tierschutz und KAGfreiland wollen in Zukunft enger zusammenarbeiten – bei Tierschutzprojekten, in der Agrarpolitik und bei der Konsumenteninformation.

Der Schweizer Tierschutz und die Nutztierschutzorganisation KAGfreiland haben heute angekündigt, in Zukunft enger zusammenzuarbeiten. Unter anderem übernimmt der Tierschutz ab Herbst 2018 die ordentlichen Kontrollen der 150 KAGfreiland-Biohöfe. 

Darüber hinaus wollen die beiden Organisationen verstärkt gemeinsam über den Zusammenhang zwischen Einkaufsverhalten und Tierwohl informieren. Jeder Konsument beeinflusse mit seinem Entscheid an der Ladentheke Ökologie und Tierwohl in der Landwirtschaft ganz direkt, schreiben der Tierschutz und KAGfreiland in einer Mitteilung. Nur aufgeklärte Konsumenten seien in der Lage, entsprechende Labelprodukte wertzuschätzen. Unter dem Label KAGfreiland sind heute Eier, Fleisch und Milchprodukte erhältlich.

Zusammenarbeiten wollen die beiden Organisationen auch in weiteren Bereichen. So möchte man in der Agrarpolitik Auslauf-, Freiland- und Weidehaltungssysteme fördern und beispielhafte Nutztierhaltungssysteme erarbeiten und in die Praxis überführen. Insbesondere in der Jungebermast oder der Freilandhaltung von Schweinen sehen die beiden Organisationen ein grosses Potenzial. Gemeinsam wollen sie sich zudem für muttergebundene Kälberaufzucht, die Freilandhaltung von Kaninchen oder die Bruderhahnaufzucht einsetzen.

"Importprodukte, die die einheimischen Standards hinsichtlich Tier-, Umwelt- und Konsumentenschutz unterlaufen, erschweren eine artgerechte und damit aufwendigere Nutztierhaltung zusätzlich", heisst es im Communiqué. KAGfreiland und der STS wollen sich deshalb für den Erhalt und die Förderung einer tierfreundlichen, standortangepassten und bäuerlichen Schweizer Landwirtschaft einsetzen.

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