8.04.2019 08:05
Quelle: schweizerbauer.ch - sal
Verbände
«Über 100'000 Fr. zu SBV»
Urs Schneider, der stellvertretende Direktor des Schweizer Bauernverbandes (SBV), erhielt für sein Amt als Mitglied des Verwaltungsrates (VR) der Raiffeisen Gruppe für das Jahr 2018 eine Vergütung von insgesamt 179'282 Fr. brutto. Ein Teil der Entschädigung fliesst an den Bauernverband.

Laut Geschäftsbericht 2018 bezieht sich diese Summe (179'282 Fr.) aber nicht auf das ganze Jahr, sondern nur auf die Zeit vom 1. Januar bis 10. November 2018. Denn Schneider ist mittlerweile aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden.

Schneider war während des genannten Zeitraums Mitglied des Strategie- und Finanzausschusses und ab 17. Juni zusätzlich Mitglied des Prüfausschusses und engagierte sich bei der Aufarbeitung der Vergangenheit. Alt Nationalrat Ruedi Baumann (Grüne) hatte im April 2018 in einem Leserbrief im «Schweizer Bauer» von SBV-Präsident Markus Ritter wissen wollen, ob es stimme, dass Urs Schneider von Raiffeisen über 100'000 Fr. erhalte. 

In seiner Antwort betonte Ritter im «Schweizer Bauer», dass der SBV dieses Mandat bewilligt habe und dass das SBV-Präsidium überzeugt sei, eine für alle Seiten korrekte Lösung getroffen zu haben. Denn die Entschädigung von Raiffeisen werde vom SBV bei der Lohnfestsetzung berücksichtigt, und Schneider leiste den grössten Teil des Arbeitseinsatzes für Raiffeisen während der Freizeit und den Ferien.

Ein Teil der Entschädigung als VR bei Raiffeisen werde für die geleistete Tätigkeit während der ordentlichen Arbeitszeit durch Urs Schneider an den SBV rückerstattet, so Ritter weiter. Auf Anfrage erklärte Schneider am Freitag, diese Vereinbarung sei gegenüber April 2018 unverändert. Von der Vergütung 2018 sei mehr als die Hälfte dem SBV zugute gekommen. Insbesondere sei die ganze Erhöhung der Vergütung gegenüber 2017, die auf den Mehraufwand im VR zurückzuführen sei, dem SBV zugute gekommen. 

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