11.05.2019 10:44
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/blu
Initiative
Umwelt-Initiativen mit gutem Start
Die beiden Ende März lancierten Umwelt-Initiativen haben nach rund 6 Wochen je über 32'000 Unterschriften erreicht.

Flächen und Finanzen für die Biodiversität sichern, der Verbauung ausserhalb der Bauzonen einen Riegel schieben: Mit diesem Ziel haben Natur- und Umweltverbände Ende März zwei Volksinitiativen lanciert. 

32'000 Unterschriften sind für die Landschaftsinitiative, 36'000 für die Biodiversitäts-Initiative eingetroffen, wie die organisierenden Verbände mitteilen. Träger sind Pro Natura, Bird Life Schweiz, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz sowie der Schweizer Heimatschutz.

«Die Sicherung und Förderung der Biodiversität ist ganz offensichtlich breiten Kreisen in der Schweiz ein Anliegen», freut sich Urs Leugger-Eggimann, Zentralsekretär von Pro Natura und Präsident des Trägervereins «Ja zu mehr Natur, Landschaft und Baukultur». «Auch haben viele Menschen verstanden, dass wir den aktuellen Bauboom ausserhalb der Bauzone stoppen müssen, wenn die Natur nicht immer mehr Lebensräume verlieren soll.»

Die Biodiversitätsinitiative verlangt, dass der Bund und die Kantone die zur Sicherung und Stärkung der Biodiversität erforderlichen Flächen, Mittel und Instrumente zur Verfügung stellen. Für erhebliche Eingriffe in Schutzobjekte des Bundes sollen überwiegende Interessen von gesamtschweizerischer Bedeutung vorliegen müssen.

Die Landschaftsinitiative zielt auf das Bauen ausserhalb der Bauzone ab. Dazu sollen klare Vorschriften in der Verfassung verankert werden. Ausserhalb der Bauzone soll die Zahl der Gebäude und die von diesen beanspruchte Fläche nicht weiter zunehmen dürfen. Neubauten müssten somit durch den Abbruch anderer Gebäude kompensiert werden.

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