4.07.2017 12:47
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Milchmarkt
Uniterre hängt «Kuh» am Strick auf
Heute demonstrierte vor der Branchenorganisation Milch (BOM) in Bern die Bauerngewerkschaft Uniterre für einen fairen Milchpreis. Dabei hängten sie symbolisch eine Kuh an einem Strick auf.

Obwohl die Preise auf dem internationalen Milchmarkt steigen und die Produktion im Inland sinke, stagnieren die Preise in der Schweiz auf einem tiefen Niveau. Nicht einmal mehr die Hälfte der Produktionskosten könne mit dem ausbezahlten Milchpreis gedeckt werden, so Rudi Berli von der Basisorganisation Uniterre. Er forderte einen Produzentenpreis von einem Franken und eine Mengensteuerung.

Die gut 10 demonstrierenden Bäuerinnen und Bauern wenden sich mit ihren Forderungen an die Milchkäufer, den Bund und an alle Schweizer Bürgerinnen und Bürger. Sie forderten einen Ladenpreis für einen Liter Milch von rund 1.80 Fr., damit die Hersteller fair ausbezahlt werden können. In der Schweiz sollte dies möglich sein, wenn der Konsument wüsste, dass eine bäuerliche Milchproduktion dahinterstehe, so Berli. Das aktuelle Modell basiere auf Dumpingpreisen und sei nicht zukunftsgerichtet.

Ausserdem soll der Richtpreis mindestens 6 Monate gültig sein und nicht andauern angepasst werden. Bauern sollten sich zudem weigern dürfen schlechter bezahlte B- oder C-Milch zu verkaufen. Geschehe nichts, sei der Milchstandort Schweiz stark gefährdet, so Berli.

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