29.10.2014 19:35
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Initiativen
Unterschriftensammlungen für mehrere Landwirtschafts-Initiativen
Initiativen im Zusammenhang mit der Landwirtschaft sind im Trend. Neben der Ernährungssicherheits-Initiative des Bauernverbands sind in diesem Jahr drei weitere Volksbegehren lanciert worden, die die Landwirtschaft in die eine oder andere Richtung steuern wollen.

Vor einem Monat hat die Bauerngewerkschaft Uniterre ihre Initiative «Für Ernährungssouveränität. Die Landwirtschaft betrifft uns alle» lanciert. Diese verlangt unter anderem, die einheimische bäuerliche Landwirtschaft zu fördern und auf eine Versorgung mit überwiegend einheimischen Lebens- und Futtermitteln zu achten. Der Bund müsste auch Massnahmen treffen, um die Zahl der in der Landwirtschaft tätigen Personen zu erhöhen und die Kulturflächen zu erhalten. Zudem sollen gerechte Preise festgelegt und gentechnisch veränderte Organismen verboten werden.

Die Grünen sammeln Unterschriften für ihre Initiative «Für gesunde sowie umweltfreundlich und fair hergestellte Lebensmittel» (Fairfood-Initiative). Diese verlangt, dass die Schweizer Umweltschutz- und Tierschutzstandards auch für importierte Lebensmittel gelten. Für stärker verarbeitete und zusammengesetzte Lebensmittel sowie für Futtermittel gäbe es Ausnahmen.

Enger gefasst ist die Initiative «Für die Würde der landwirtschaftlichen Nutztiere» (Hornkuh-Initiative). Die Initianten fordern, dass der Bund «mit wirtschaftlich lohnenden Anreizen» umwelt- und tierfreundliche Produktionsformen fördert. Insbesondere soll er dafür sorgen, dass Halter von Kühen, Zuchtstieren, Ziegen und Zuchtziegenböcken finanziell unterstützt werden, wenn die ausgewachsenen Tiere Hörner tragen.

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