12.02.2016 10:26
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Uri
UR: Keine Viehversicherung mehr
Im Kanton Uri sollen Landwirte für ihre Rinder keine Versicherung mehr abschliessen müssen. Die Urner Regierung ist der Ansicht, dass dieses Obligatorium nicht zukunftsfähig ist. Das letzte Wort hat das Stimmvolk.

In Uri besteht seit 1971 ein Gesetzt über die Rindviehversicherung. Dieses verpflichtet alle Besitzer von Rindern, ihre Tiere bei einer Versicherungskasse gegen Krankheit und Unfall zu versichern. Derzeit sind im Kanton Uri bei öffentlich-rechtlichen Rindvieh-Versicherungskassen 10'260 Tiere gegen Unfall und Krankheit versichert.

Der Regierungsrat hat den Beitrag an die Rindviehversicherungskassen im Finanzplan gestrichen. Eine Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit der Zukunft der Versicherung. Auf Anraten dieser Arbeitsgruppe will die Regierung nun das Versicherungsobligatorium und somit auch das entsprechende Gesetz aufheben. Die bestehenden Versicherungen müssten sich bis Ende 2018 neu organisieren.

Die Regierung geht davon aus, dass das Obligatorium nicht zukunftsfähig ist, wie die Nachrichtenagentur SDA schreibt. Sie will das entsprechende Gesetz deshalb aufheben. Den Landwirten empfiehlt die Regierung, das Vieh künftig privat oder gar nicht mehr zu versichern.

In den letzten Jahren hätten viele Kantone diese obligatorische Viehversicherung aufgehoben, hiess es vonseiten des Kantons. Damit sei meist auch der bis anhin gewährte kantonale Beitrag an die Versicherungskassen entfallen. Die Urner Regierung will sich stattdessen mit Beiträgen am Pikettdienst für das Notschlachten beteiligen. Zudem soll der Kanton neu Beiträge aus dem bestehenden Tierseuchenfonds an nicht versicherbare Tierverluste leisten können.

Dank der Aufhebung des Versicherungsobligatoriums soll der Kanton ab 2017 jährlich um 67'000 Franken entlastet werden. Das letzte Wort haben die Stimmberechtigten. Ende September oder Ende November stimmen sie darüber ab, ob das Gesetz aufgehoben werden soll.

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