22.09.2015 09:43
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Uri
UR: Neue Strasse soll Entlastung bringen
Die Urner Stimmberechtigten entscheiden am 18. Oktober, ob im Talboden eine 1,3 Kilometer lange West-Ost-Strassenverbindung gebaut werden soll. Das 19,8 Millionen Franken teure Projekt soll die Dörfer von dem hausgemachten Verkehr von und zur Autobahn entlasten.

Im unteren Reusstal - in Altdorf, Attinghausen, Bürglen, Erstfeld, Flüelen, Schattdorf und Seedorf - leben 80 Prozent der Urner Bevölkerung und sind 85 Prozent der Urner Arbeitsplätze angesiedelt. Auf der Gotthardstrasse bewegt sich deshalb oft eine Blechlawine, die in Altdorf mit 16'000 Fahrzeugen täglich fast die Ausmasse derjenigen durch den Gottahrdtunnel mit 17'500 Fahrzeugen erreicht.

Durchgangsverkehr gibt es nicht viel. Der Verkehr zwischen Flüelen, Altdorf, Schattdorf und Bürglen sei hausgemacht, schreibt der Urner Regierungsrat in seiner Abstimmungsbotschaft. Um die Dörfer zu entlasten, soll vom Bund zwischen den beiden A2-Zufahrten in Flüelen und Erstfeld bei Attinghausen ein Halbanschluss realisiert werden. Der Kanton soll dann von dort eine neue West-Ost-Verbindung zur Gotthardstrasse bei Schattdorf bauen, so dass im Talboden ein neues Verkehrssystem entstehen kann.

Mit dem Vorhaben erhalte die Bevölkerung ab 2021 eine neue und direkte Verbindung zur Autobahn, schreibt der Regierungsrat. Der mühsame Weg durch die Siedlungen entfalle. Die Gegner der Vorlage kritisieren das neue Verkehrsnetz als Flickwerk. Die neue Strasse bringe nur eine Verkehrsverlagerung, aber keine Entlastung. Eher aussergewöhnlich ist, dass die SP die neue Strasse unterstützt, die SVP aber ablehnt.

Zudem stimmen die Urnerinnen und Urner über eine Teilrevision des Steuergesetzes ab. Darin geht es um Anpassungen an das Bundesrecht, etwa bei der Pauschalbesteuerung, der Besteuerung von Lotteriegewinnen, des Feuerwehrsoldes oder der Mitarbeiterbeteiligungen.

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