3.01.2020 18:30
Quelle: schweizerbauer.ch - sal/blu
Agrarpolitik
Video: Ritter spricht Klartext
Anlässlich der Medienkonferenz des Schweizer Bauernverbandes im bernischen Worb wählte Präsident Markus Ritter deutliche Worte. Im Video sehen Sie seine pointierten Statements zur Agrarpolitik 2022+, zur Trinkwasser- und Anti-Pestizid-Initiative sowie zum Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten.

Die Bauernfamilien stehen laut SBV im Hinblick auf die anstehenden Abstimmungen über die Trinkwasser- und die Pestizidverbots-Initiative, das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten und die Agrarpolitik 22+ vor einem «Schicksalsjahr».

Markus Ritter lehnt die Trinkwasser-Initiative und Anti-Pestizid-Initiative ab. Diese seien zu radikal. Die Konsumenten könnten den Anbau schon heute steuern, sagte Ritter. Doch kauften diese gerade einmal 12 Prozent Bioprodukte ein. Für Markus Ritter ist es «komplett illusorisch», dass bei einer Annahme alle plötzlich nur noch biologisch produzierte Produkte wollten und auch bereit seien, einen höheren Preis dafür zu bezahlen.

Kritisch steht Ritter auch einem Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten gegenüber. Hier halte die offizielle Schweiz wenig von Nachhaltigkeit und Tierschutz. «Wenn Lebensmittel in Südamerika produziert sind, dann spielt es offenbar keine Rolle, welche Mittel zum Einsatz kamen und ob die Tiere in Feedlots gehalten und völlig artfremd ernährt wurden. Hauptsache, der Handel läuft und der Rubel rollt», kritisiert er.

Auch bei der Agrarpolitik 2022+, der Bundesrat wird im Februar die definitive Botschaft vorlegen, hat Ritter bedenken. Die AP22+ fordere mehr Nachhaltigkeit, mehr Tierschutz und mehr Wettbewerb (weniger Grenzschutz). Alles unter eine Hut zu bringen, werde nicht gelingen, macht Markus Ritter deutlich. 

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