23.03.2015 14:10
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Landwirtschaftsinitiative
VPL: Gegenentwurf ist «trojanisches Pferd»
Der Verein für eine produzierende Landwirtschaft (VPL) lehnt den Gegenentwurf des Bundesrates zur Initiative «für Ernährungssicherheit» ab. Er übergehe die tatsächlichen Probleme in der Landwirtschaft, ignoriere die Ziele der Initiative und sei rechtlich untauglich.

Zum Bauernsterben, der extrem hohen Belastung vieler Betriebsleiter und Bauernfamilien, den schwierigen Finanzsituationen und den zunehmenden sozialen Problemen äussere sich der Bundesrat mit keinem Wort, kritisierte der Berner SVP-Nationalrat und VPL-Präsident Rudolf Joder am Montag vor den Medien.

Der Bundesrat wolle nicht gute Rahmenbedingungen schaffen für eine einheimische, produzierende Landwirtschaft, sondern den Schrumpfungsprozess aktiv weiterführen. Seit dem Jahr 2000 seien in der Schweiz weitere 15'000 Landwirtschaftsbetriebe verschwunden und über 40'000 Arbeitsplätze aufgegeben worden.

Der Bundesrat nehme auch nicht zur Kenntnis, weshalb die Ernährungssicherheitsinitiative ausgearbeitet und lanciert worden sei. Sie sei das direkte Folgeprojekt des gescheiterten Referendums gegen die Agrarpolitik 2014-2017. Die Initiative bekämpfe diese Agrarpolitik und wolle deren jetzt immer deutlicher sichtbaren gravierenden Folgen korrigieren.

Der Gegenentwurf sei ein «trojanisches Pferd» und verlange das Gegenteil der Initiative. Der Bundesrat wolle eine internationale Arbeitsteilung, bei der die schweizerische Landwirtschaft nur noch eine untergeordnete Rolle spiele.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE