13.03.2017 11:21
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Energie
Waldbranche für Energiestrategie
Die Dachorganisation der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft (Lignum) sagt Ja zur Energiestrategie 2050, über die am 21. Mai abgestimmt wird. Die Vorlage sei eine pragmatische Antwort auf die Energiewende und biete eine klare wirtschaftliche Chance für die Unternehmen der Holzbranche, argumentiert der Verband.

Bauwerke benötigen rund 40% des Schweizer Gesamtenergiebedarfs. Sehr viele Gebäude genügten nicht mehr den heutigen energetischen Anforderungen, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Entsprechend konsequent sei es, dass die Energiestrategie 2050 einen zentralen Hebel in der Energieeffizienz der Bauwerke sehe.

Holz und Holzprodukte wie Dämmstoffe, Spanplatten und Schnittholz tragen in hohem Masse zu einem energieeffizienteren Gebäudepark bei, heisst es weiter. Der leichte Rohstoff Holz ist ein schlechter Wärmeleiter. Er speichert Kohlenstoff aus atmosphärischem Kohlendioxid und wird mit geringem Energieaufwand geerntet und verarbeitet. 

Die Energiestrategie 2050 setzt auf den Ausbau erneuerbarer Energien wie der Holzenergie. "Es ist im Sinne der Versorgungssicherheit, wenn möglichst viel Energieholz aus der Schweiz dezentral gewonnen und verwendet wird", heisst in der Mitteilung. In der Schweiz wird nach wie vor deutlich weniger Holz geerntet, als unter gleichbleibend nachhaltiger Bewirtschaftung möglich wäre. Rund 3 Millionen Kubikmeter könnten zusätzlich zu den jährlich rund 5 Mio. Kubikmetern genutzt werden, ohne dass dies dem Wald schaden würde. 

Angesichts der ambitionierten Ziele müsse aber darauf geachtet werden, dass es zu keiner Überbelastung der KMU komme, fordert Lignum. Die Wald- und Holzwirtschaft erwarte deshalb eine wirtschaftsverträgliche Umsetzung der Energiestrategie 2050 mit Augenmass.

Lignum, Holzwirtschaft Schweiz ist die Dachorganisation der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft. Sie vereinigt sämtliche wichtigen Verbände und Organisationen der Holzkette, Institutionen aus Forschung und Lehre, öffentliche Körperschaften sowie eine grosse Zahl von Architekten und Ingenieuren. 

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