15.06.2018 16:24
Quelle: schweizerbauer.ch - mgt/khe
Trinkwasserinitiative
Was der Bauernverband dazu meint
Die Landesregierung kann sich mit der radikalen Trinkwasser-Initiative nicht anfreunden und will auch keinen Gegenvorschlag ausarbeiten. Nun bezieht der Schweizer Bauernverband Stellung.

Der Schweizer Bauernverband (SBV) unterstützt die Entscheide des Bundesrates die  Volksinitiative "Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung"  abzulehnen und keinen Gegenvorschlag auszuarbeiten.

Die Initiative schiesse weit über das Ziel hinaus, würde die Produktion zahlreicher Lebensmittel in der Schweiz zu extrem einschränken und die Importe erhöhen. Sauberes Trinkwasser, gesunde Flüsse, Bäche und Seen, mehr Biodiversität, höhere inländische Futtermittelversorgung und weniger Antibiotika - die Anliegen der Initiative werden von den Schweizer Bauernfamilien ernst genommen. Die Landwirte unterstützen deshalb die bereits initiierten Aktionspläne Pflanzenschutz und Biodiversität sowie die Strategie Antibiotikaresistenzen und arbeiten an deren Umsetzung aktiv mit. Sie haben auch eigene Projekte lanciert, beispielsweise um den Futtergetreideanbau in der Schweiz zu fördern.

Die Schweizer Bauern wollen ihren weltweiten Spitzenplatz in Sachen nachhaltiger Landwirtschaft verteidigen und das Vertrauen der Bevölkerung in ihre hochwertigen Produkte erhalten, schreibt der Schweizer Bauernverband in einem Communiqué. Der SBV erwarte, dass Regierung, Verwaltung und Politik nun ihre Energie in die laufenden Geschäfte investieren und die künftige Agrarpolitik so ausrichten, dass sie dem neuen Artikel 104a der Bundesverfassung gerecht wird, auf nachhaltige und ressourcenschonende Art die Ernährungssicherheit in der Schweiz zu gewährleisten. 

Die Schweizer Landwirtschaft sei darauf angewiesen, ihre Produkte erfolgreich zu vermarkten und Wertschöpfung auf dem Markt zu erzielen, erklärt der SBV. Die agrarpolitischen Rahmenbedingungen sollen das unterstützen, nicht verhindern. Deshalb werde der Verband die in Aussicht gestellten Massnahmen im Rahmen der nächsten Reform der Agrarpolitik kritisch prüfen.


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