Dienstag, 1. Dezember 2020
22.12.2014 14:20
Wolf

Wolf: Pro Natura und WWF kritisieren «Schnellschuss»

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Von: sda

WWF und Pro Natura sind enttäuscht, dass der Bund mit der Revision der Jagdverordnung Jungwölfe ins Visier nimmt. Die geplanten Änderungen «schiessen übers Ziel hinaus», heisst es in einer Mitteilung.

«Obwohl nur eine einzige – weitgehend unauffällige – Wolfsfamilie in der Schweiz lebt, nimmt Bundesrätin Doris Leuthard jetzt schon die Jungwölfe ins Visier», schreiben Pro Natura und der WWF Schweiz in einer gemeinsamen Mitteilung.

Die Pläne kritisieren sie als «Schnellschuss». Die Stossrichtung sei klar: Es sollten immer mehr Wölfe immer schneller abgeschossen werden können. Die Organisationen zeigten sich am Montag enttäuscht von Bundesrätin Doris Leuthard.

«Wer bei einem landesweiten Gesamtbestand von gerade mal 25 Wölfen so drastische und unpopuläre Massnahmen plant, folgt der Polemik und Panikmache von ein paar Wenigen.» Auf der Strecke bleibe eine moderne Biodiversitätspolitik, «die unter Management mehr versteht als den Griff nach dem Gewehr».

Pro Natura und WWF verlangen von den Behörden ein nationales sachgerechtes Wolfsmanagement, «das nicht nur aus Abschüssen besteht, sondern auch die ökologisch wichtige Rolle des Wolfes, mehr Herdenschutz, sachliche und breite Information der Bevölkerung sowie touristische Aspekte mit einbezieht».

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