8.08.2019 17:40
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Zürich
ZBV unterstützt Köppel und Noser
Am 20. Oktober finden die eidgenössischen Wahlen statt. Im Kanton Zürich unterstützt der kantonale Bauernverband die beiden bürgerlichen Kandidaten Ruedi Noser (FDP) und Roger Köppel (SVP). Marionna Schlatter von den Grünen wird hingegen nicht unterstützt.

Der Zürcher Bauernverband wurde von Ständerat Ruedi Noser (FDP), Nationalrat Roger Köppel (SVP) und Kantonsrätin Marionna Schlatter (Grüne) um eine Unterstützung im Ständeratswahlkampf ersucht.

Konfliktpotenzial?

Die Kandidatin und Kandidaten wurden zu einem Hearing eingeladen und zu den verschiedenen agrarpolitischen Themen befragt. Die Empfehlung des Zürcher Bauernverbandes (ZBV) hat eine Signalwirkung. Denn der «Tages-Anzeiger» berichtete, dass in anderen Kantonen die Verbände auf eine klimaschonende Landwirtschaft eingeschwenkt haben.

Bei Nationalrat und Verleger Roger Köppel ortete der «Tages-Anzeiger» Konfliktpotenzial: «Kann der ZBV einen Politiker unterstützen, der auf seiner Wahlkampftour öffentlich vor einem ‘gigantischen politischen Klimaabzockerschwindel’ warnt und behauptet, dass es kein Problem mit der Umwelt gibt?»

Köppel stellt Klimawandel fest

Die Zeitung zitierte auch den ehemaligen Zürcher SVP-Präsident und Biobauer Konrad Langhart. Dieser sagte im April: «Es ist selbst in der SVP nicht zielführend, Menschen lächerlich zu machen, die sich wegen dem Klimawandel Sorgen machen.»

Roger Köppel vermochte in den Gesprächen den ZBV-Vorstand zu überzeugen. Zur Sprache kam auch das Thema Klima. «Mit Roger Köppel wurde intensiv das Thema Klimawandel ausgetauscht. Man war sich einig, dass die Veränderungen feststellbar sind und es gut durchdachte und realistisch umsetzbare Massnahmen dagegen braucht», heisst in der Mitteilung des Verbandes.

Noser für unternehmerische Landwirtschaft

Punkten konnte der Weltwoche-Herausgeber auch in Sachen Agrarpolitik:  «In Übereinstimmung mit dem ZBV steht Köppel für eine starke und selbständige Schweizer Landwirtschaft, die ihren Verfassungsauftrag zur Ernährungssicherheit erfüllt.» Die grösste Sorge diesbezüglich ist für Köppel der zunehmende Druck durch das Rahmenabkommen mit der EU.

Neben Köppel wird auch der amtierende Ständerat Ruedi Noser (FDP) unterstützt. Der Inhaber der Noser Gruppe, die 500 Personen beschäftigt, engagiere sich persönlich im Thema Milch, schreibt der ZBV. Es seien deutliche Übereinstimmungen mit dem ZBV feststellbar. «Noser steht für eine produzierende und unternehmerische Landwirtschaft. So lehnt er explizit die verschiedenen landwirtschaftlichen Initiativen gegen die Landwirtschaft ab», hält der ZBV fest.

Grüne geht leer aus

Keinen Support erhält Marionna Schlatter. «Mit ihrer Unterstützung für die diversen Initiativen (u.a. Trinkwasserinitiative) steht sie im direkten Widerspruch zur Haltung des ZBV. Eine Unterstützung ist daher ausgeschlossen», betont der ZBV.

Der Verband hält aber fest, dass die Präsidentin der Grünen Partei Zürich hinter einer nahrungsmittelproduzierenden Schweizer Landwirtschaft steht.

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