21.05.2014 06:51
Quelle: schweizerbauer.ch - ral
Raumplanung
Zu wenig Fruchtfolgeflächen - Ackerbau bald im Berggebiet
Der Kanton Bern beabsichtigt, die in den tieferen Lagen fehlenden Fruchtfolgeflächen gegen die Berge hin zu ergänzen. Dies ist jedenfalls die Absicht der Regierung.

In einer Interpellation bemängelte Grossrat Hans Rösti (SVP), dass  unklar sei, ob der Kanton Bern nun über genügend Fruchtfolgeflächen  (FFF) verfüge oder nicht. Gemäss Sachplan Fruchtfolgeflächen des Bundes sollten dies mindestens 82'200 ha sein.

In seiner Antwort bestätigt der Regierungsrat, dass die effektive Fläche aktuell 79100 ha betrage. FFF in ordentlichen Bauzonen zählen nicht dazu. Auf die Frage, ob in den letzten Jahren neue Flächen bezeichnet wurden, lautet die Antwort: Nein, der Kanton habe jetzt aber, wie vom Bundesrat im Sachplan Fruchtfolgeflächen vorgesehen, neue Fruchtfolgeflächen «gefunden». Diese befinden sich zu rund 40 Prozent in der Talzone sowie zu je rund 30 Prozent in der voralpinen Hügelzone und in der Bergzone I.

Der Bund vermute, dass in der voralpinen Hügelzone und in der Bergzone I bis 6500 ha klimatisch für Ackerbau geeignete Gebiete grösser als 1 ha und mit einer Hangneigung von weniger als 18% vorhanden seien. Damit würde der Kanton sogar über eine Reserve verfügen. Die Kriterien seien von Fachleuten ermittelt worden.

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