23.10.2019 12:05
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Verordnungen
Zweite Ohrmarke obligatorisch
Der Bundesrat hat am Mittwoch verschiedene Verordnungsanpassungen im Bereich Landwirtschaft beschlossen. Geändert wird unter anderem die Verordnung über die Tierverkehrsdatenbank (TVD).

Die TVD wird für Schafe und Ziegen ab 2020 eingeführt. Dafür wurde die Gebührenverordnung entsprechend geändert. Zudem wurden die Vorschriften zur Nachkennzeichnung der vor dem 1. Januar 2020 geborenen Schafe und Ziegen präzisiert, wie der Bundesrat mitteilte.

Diese Tiere, die alle bereits mit einer Einzelohrmarke gekennzeichnet sind, müssen mit einer zweiten Ohrmarke gekennzeichnet werden. Bei Schafen hat die Nachkennzeichnung obligatorisch mit einer elektronischen Ohrmarke zu erfolgen. Bei Ziegen kann der Tierhalter zwischen Ohrmarken mit oder ohne Mikrochip wählen.

Die Einzelohrmarke zur Nachkennzeichnung ohne Mikrochip kostet den Tierhalter 25 Rappen. Der Preis für diejenige mit Mikrochip beträgt 1.25 Franken. Im Weiteren wird die Registrierungsgebühr für Pferde, Esel, Maultiere und Maulesel, die ab dem 1. Januar 2011 geboren oder erstmalig eingeführt worden sind, neu dem Eigentümer zum Zeitpunkt der Registrierung in der TVD belastet.  

Eine weitere Verordnungsänderung betrifft die Agrareinfuhrverordnung. Darin wird die Möglichkeit gestrichen, Gesuche um Anteile an Zollkontingenten per Telefax zu übermitteln, weil diese Übertragungsart immer weniger genutzt wird. Gesuche müssen in Zukunft per Internetapplikation «eVersteigerung» oder per Post übermittelt werden.

Einem Begehren der Früchte- und Gemüsebranche entsprechend wird es in Zukunft möglich sein, die Ausnützung der Zollkontingentsanteile nicht nur einmal, sondern mehrmals weiterzugeben. Für bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse, für die das Bundesamt für Landwirtschaft keine Zollkontingentsanteile mehr zuteilt, wird die Generaleinfuhrbewilligung abgeschafft. Die Versteigerungen werden zukünftig nur noch auf dem Internet ausgeschrieben.

Die Verordnungsänderungen treten am 1. Januar 2020 in Kraft.

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