5.09.2018 14:50
Quelle: schweizerbauer.ch - ber
Coop
1'000'000.- für Bergkäserei Müstair
Pro verkauften 1.-August-Weggen, 1.-August-Bündner-Bergkäse und von jeder 1.-August-Cervelat spendet Coop einen Teil des Verkaufserlöses an die Coop Patenschaft für Berggebiete. In diesem Jahr werden 1 Million Franken an den dringend benötigten Neubau der Bio-Bergkäserei Müstair GR eingesetzt.

Die Bio-Bergkäserei im Dorfzentrum von Müstair GR stehe kurz vor dem Aus, wie Coop in einem Communiqué verlauten lässt. 12 Bio-Bauern liefern dort täglich ihre Milch ab. Sie sind vom Käserei-Betrieb abhängig.

Sollte die Milch nicht mehr direkt im Tal verarbeitet werden können, müsste sie über zwei Pässe ins Unterland transportiert werden. Dies ist aus ökologischer Sicht nicht sinnvoll und für die Bauern wäre dies mit hohen finanziellen Kosten verbunden. 

Nur ein Neubau kann helfen

Das einzige was der Bergkäserei Müstair helfen kann, ist ein Neubau. Das aktuelle Gebäude sei veraltet und der Käsekeller viel zu klein. Ein Ausbau am bestehenden Standort gestalte sich daher als unmöglich. Deshalb wurde ein neues Grundstück am Dorfeingang gekauft. Der Bau für eine neue Bergkäserei hat bereits begonnen. Dieser kostet rund 4,5 Mio. Franken und wird sowohl vom Kanton Graubünden wie auch vom Bund finanziell unterstützt. Dennoch verbleiben ungedeckte Kosten.

Durch den traditionellen Verkauf der 1.-August-Weggen, -Cervelats und des -Bünder-Bergkäses sind dieses Jahr bei Coop rund 260'000 Franken zusammengekommen. Die Coop Patenschaft hat den Betrag auf 1'000'000 Franken erhöht. «Es freut mich sehr, dass wir einen Beitrag leisten, um die Zukunft der Chascharia Val Müstair und der Bio-Bergbauern im Tal sicherzustellen», äussert sich Irene Kaufmann, Verwaltungsratspräsidentin der Coop Patenschaft für Berggebiete anlässlich der Übergabe des Schecks an die Vertreter der Käserei Müstair am Mittwoch.

Die Coop Patenschaft für Berggebiete

Die zu Coop gehörende Non-Profit-Organisation setzt sich seit über 75 Jahren für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen der Bergbevölkerung ein mit gezielt eingesetzten Mitteln. Jeder gespendete Franken fliesst vollständig in Selbsthilfeprojekte im Schweizer Berggebiet, denn alle administrativen Kosten werden von Coop getragen.


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