21.06.2013 15:12
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Romandie
15 Millionen Hagelschäden an Gemüse- und Rebkulturen
Die heftigen Hagelgewitter vom Donnerstagabend haben in der Westschweiz fast 15 Millionen Franken Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen angerichtet. Die Schweizer Hagelversicherung rechnet mit rund 2000 Schadensmeldungen aus Genf, Waadt, Neuenburg und Bielerseeregion.

Am stärksten betroffen wurden die Reben und Gemüsekulturen im Kanton Genf, an der Waadtänder La Côte, am Neuenburgersee und in der Bielerseeregion, wie die Hagelversicherung am Freitag bilanzierte. Der Gesamtschaden dürfte gegen 15 Millionen Franken betragen. 

Ping-Pong grosse Körner

In einzelnen Regionen wie beispielsweise am Neuenburgersee zerstörte der Hagel innert zehn Minuten bis zu 100 Prozent der Weinernte, wie die Neuenburger Staatskanzlei mitteilte. Noch drei Stunden nach dem Gewitter präsentierten sich einige Weinberge weiss. 

Die Hagelkörner nahmen die Grösse von Erbsen bis zu Ping-Pong-Bällen an. Soweit sich die Winzer zu erinnern vermögen, erlebte der Neuenburger Weinanbau noch selten eine solche Situation, hiess es. Im Kanton Genf zog der Hagel 75 bis 80 Hektaren Reben in Mitleidenschaft. Dies entspricht rund 6 Prozent der Anbaufläche, wie der Kantonsönologe Alexandre De Montmollin sagte. 

«Katastrophales Jahr» 

Die Genfer Gemüsebauern beklagen Hagelschäden auf einer Fläche von 60 bis 80 Hektaren, wie Jacques Blondin, Direktor der Genfer Gemüseunion, sagte. Sensible Gewächse wie Salat, Spinat und Zucchini wurden innert kürzester Zeit völlig vernichtet. Weil diese Pflanzen schnell nachwachsen, werden sie nochmals angebaut. 

Trotzdem sprechen die Gemüsebauern von einem katastrophalen Jahr 2013. Zuerst habe der nasse Frühling die Anbausaison um einen Monat hinausgezögert und nun falle noch ein Teil der Ernte wegen dieses Gewitters ins Wasser, sagte der Genfer Gemüseproduzent Georges Vuillod auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

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