12.04.2020 09:34
Quelle: schweizerbauer.ch - Bettina Kiener
Schweiz
50 neue Demeter-Betriebe
Der Biolandbau, und somit auch die bio-dynamische Wirtschaftsweise wachsen.Das Demeter-Angebot soll ausgebaut werden.

Jährlich stellen etliche Betriebe auf Bio um und die Bioproduktion entwächst immer mehr der Nische. Um sich erneut durch die Wirtschaftsweise von der Masse abzuheben, stellen ein paar Betriebe auf den bio-dynamischen Landbau, auf Demeter, um.

Zurzeit bewirtschaften 369 Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter ihre Betriebe nach den Anbau-Richtlinien zur Verwendung der Marke Demeter. Von diesen 369 Betrieben stellten 50 (13,5 Prozent) erst heuer auf Demeter um. 12 (24 Prozent) der 50 Umstellungsbetriebe sind «Neuumsteller». Soll heissen, die Betriebe wurden bis zum Zeitpunkt der Umstellung nicht biologisch bewirtschaftet. Die 38 anderen Betriebe (76 Prozent) waren vor der Demeter-Umstellung bereits gemäss den Anforderungen von Bio Suisse zertifiziert. 

Präparatekauf möglich

Die Anwendung von Präparaten ist wesentlicher Bestandteil der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise und der Einsatz ist für einen Demeter-Betrieb Pflicht. So müssen gemäss den Richtlinien Hornmist und Hornkiesel mindestens einmal jährlich während der Vegetationsperiode auf der ganzen landwirtschaftlichen Nutzfläche des Betriebes ausgebracht werden.

Gemäss den Demeter-Anbau-Richtlinien ist die Herstellung der Präparate auf dem Hof empfehlenswert. Diese können jedoch auch zugekauft werden. Gerade für die Herstellung dieser beiden Präparate braucht es Kuhhörner oder zumindest Kuhmist und die Viehhaltung wäre dementsprechend Voraussetzung.  

Auch viehlose Umsteller

Doch auch die Nutztierhaltung ist auf einem Demeter-Betrieb nicht vorgeschrieben, obwohl das Prinzip, den landwirtschaftlichen Betrieb als geschlossenen Kreislauf zu betrachten, die Grundlage der biologischen Landwirtschaft darstellt. Susanne Huber, Bereichsleitung Landwirtschaft beim Schweizerischen Demeter-Verband, erklärt: «Viehlos produzieren dürfen nur die sogenannten Spezialbetriebe (Gemüse-, Wein- und Obstbau).»

Die Nachfrage nach Demeter-Produkten sei dank des Ausbaus der Verfügbarkeit und der damit einhergehenden Kommunikation gestiegen, gibt Aline Haldemann, Bereichsleitung Marketing beim Schweizerischen Demeter-Verband, an: «Das Demeter-Angebot soll generell weiterhin an allen Verkaufspunkten ausgebaut werden.» 

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