26.01.2015 14:46
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Aargau/Zürich
AG/ZH: Hochspannungsleitung geplant
Die Hochspannungsleitung von Niederwil AG nach Obfelden ZH soll ersetzt und auf eine Leitung mit 380 Kilovolt (kV) ausgebaut werden. Das Vorhaben der Swissgrid bedingt eine Anpassung des Sachplanes Übertragungsleitungen des Bundes und des Aargauer Richtplans.

Die Unterlagen liegen ab nächster Woche und bis zum 25. April bei zahlreichen Amtsstellen öffentlich auf, wie die Netzgesellschaft Swissgrid am Montag mitteilte. Damit wird das Sachplanverfahren für die Leitung gestartet. Die bestehende 220-kV-Leitung verläuft gemäss Swissgrid bereits durch das vorgeschlagene Planungsgebiet.

17 Kilometer

Wenn der Bundesrat den Planungskorridor festgesetzt haben wird, kann die Netzgesellschaft die konkrete Leitungsführung für das Detailprojekt ausarbeiten. Sie wird ein Plangenehmigungsgesuch einreichen müssen. Bei einem optimalen Verlauf des Verfahrens ohne Weiterzug an die Gerichte rechnet Swissgrid mit einer Inbetriebnahme der 380-kV-Höchstspannungsleitung bis ins Jahr 2022.17 Kilometer lange Höchstspannungsleitung
Das Projekt sieht den Ausbau beziehungsweise den Ersatz der bestehenden, rund 17 Kilometer langen 220-kV-Leitung zwischen dem Unterwerk Niederwil und dem Unterwerk Obfelden durch eine 380-kV-Leitung vor.

Die Leitung im Reusstal ist Teil des Netzbauprogrammes von Beznau AG bis Mettlen TG. Gemäss Swissgrid soll die Hochspannungsleitung dafür sorgen, dass auf regionaler Ebene die Energieversorgung der Verbraucherzentren in den Regionen Aargau West, Zürich Nord und linkes Zürichseeufer/Zug verbessert und gesichert wird.

Begleitgruppe ist für Planungsgebiet

Eine vom Bundesamt für Energie (BFE) eingesetzte Begleitgruppe empfiehlt das vorgeschlagene Planungsgebiet. Der Begleitgruppe gehören Vertreter des Bundes, der Kantone und Umweltverbände an. Gemäss Begleitgruppe soll der bereits durch die bestehende 220-kV-Leitung vorbelastete Raum für den Ausbau dieser Leitung als Planungsgebiet ausgewiesen werden. Bisher unbelastete Gebiete könnten so geschont werden.

Swissgrid hatte 2012 entschieden, das Projekt nochmals im Sachplanverfahren zu starten. Es gehe darum, mit einem frühen Einbezug der Kantone sowie der Behörden, Verbände und Interessengruppen einen möglichst breiten Konsens zu erreichen, hält das Unternehmen fest. Man wolle eine möglichst hohe Verfahrenssicherheit im späteren Plangenehmigungsverfahren erhalten.

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