1.08.2013 18:57
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
1. August
Agrarminister besuchte Bauernfamilie und Fussballer
Rund 380 Bauernfamilien haben am Nationalfeiertag zum traditionellen Brunch auf dem Bauernhof geladen. Zehntausende genossen ab 9 Uhr morgens knuspriges Brot, Rösti, Eier vom Hof und frische Milch. Danach reiste der Agrarminister zur Bundesfeier auf das Rütli. Gäste des von 1100 Personen besuchten Anlasses waren neben Bundesrat Johann Schneider-Ammann der Schweizerische Fussballverband.

Unter die Gäste mischte sich auch Landwirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann. Er und seine Ehefrau liessen sich auf dem Birkenhof in Sörenberg LU von der Familie Schnider kulinarisch verwöhnen, wie der Schweizerische Bauernverband am Donnerstag mitteilte. 

Nachfrage höher als Angebot

Dieses Jahr bieten 376 Betriebe am 1. August einen Brunch auf dem Bauernhof an. Zumindest in einigen Gebieten machen aber nur noch wenige Bauern mit. Die Nachfrage übersteigt regional das Angebot bei weitem, schrieb der "Schweizer Bauer" in seiner Mittwochsausgabe.

SBV-Sprecherin Helfenstein bestätigte, dass die Nachfrage beim 1.-August-Brunch grösser ist als das Angebot: «Tatsache ist, dass wir in verschiedenen Regionen eine höhere Nachfrage haben, als wir anbieten können.»

Das «Buure-Zmorgä» findet mit Unterstützung des Bauernverbands und Agora seit 21 Jahren statt. Die Begegnung zwischen Stadt und Land ist eines der Projekte der Kampagne «Gut, gibt's die Schweizer Bauern». 

Organisiert von der SGG

Über 400 Fussballerinnen und Fussballer fuhren auf Einladung der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG), die die Feier jeweils organisiert, mit dem Extraschiff zum Rütli. Allerdings fehlten die ganz grossen Stars. Diese hätten andere sportliche Verpflichtungen, sagte Marco von Ah, Sprecher des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) auf Anfrage. 

So war es in erster Linie an den Amateuren, den Gemeinsinn und das Zusammenspiel zu verkörpern, die nach Ansicht der Organisatoren zum Fussball und zum Rütli passen. Auf dem Rütli wurde für ein kleines Fussballfeld aufgebaut, das vom Nachwuchs trotz der schiefen Fläche rege bespielt wurde. 

Volkswirtschaftsminister: Freiheit und Fairness

Festredner Johann Schneider-Amman liess es sich nicht nehmen, seine staatspolitische Überlegungen mit dem Fussball zu verknüpfen: Er rief dazu auf, das Mannschaftsspiel zu pflegen, und zwar nicht nur auf dem Rasen, sondern auch in den Werkhallen, den Büros und im Alltag. Teamgeist ersetze unnötige Regeln und eröffne Chancen. 

Im Zentrum stehen für den freisinnigen ehemaligen Unternehmer und heutigen Volkswirtschaftsminister Freiheit und Fairness. Schneider-Ammann plädierte dafür, nicht alles mit Regeln zu lösen. Diese schränkten die Basis des Erfolges der Schweiz, die Eigeninitiative und die Eigenverantwortlichkeit, ein. Ein Korsett verleihe zwar Stabilität, schränke aber die Bewegungsfreiheit ein. 

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