26.02.2019 17:24
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Organisationen
Agrarpolitisches Extrem-Experiment
An der Mitgliederversammlung der Schweizer Kartoffelproduzenten (VSKP) im Saalbau in Kirchberg wurden nebst den üblichen Traktanden vor allem die Pflanzenschutz-Initiativen thematisiert.

Schwerpunkte 2019 für den VSKP sind die Aushandlungen der Übernahmebedingungen, das Bekämpfen des Drahtwurmes und die auf die Branche zukommenden zwei Volksinitiativen zum Thema Pflanzenschutz. 

David Brugger vom Schweizer Bauernverband klärte über die Gefahren der laufenden zwei Volksinitiativen auf. Er sprach von einem agrarpolitischen Extrem-Experiment. Mit grossem Respekt sollten die Schweizer Landwirte den Initiativen gegenüberstehen und Antworten geben auf die Fragen, die offensichtlich beim Konsumenten herrschen, so Brugger. Er plädierte für das Brückenschlagen zwischen Landwirtschaft und Konsument und forderte jeden einzelnen Landwirten im Saal auf, seinen Beitrag dazu zu leisten. 

Als weiterer Redner trat der Professor für Volkswirtschaftslehre, Mathias Biswanger, auf. VSKP-Präsident Ruedi Fischer bezeichnete ihn als "Bundesratsschreck". Biswanger winkte ab und meinte, dass er höchstens für vereinzelte Bundesräte ein Schreck sei. Er führte die Anwesenden sogleich in die Welt der Wirtschaft ein und bezog klar Stellung gegen stärkeren Agrarfreihandel in der Schweiz und betonte, dass dieser in der Branche erhebliche Schäden verursachen könnte.

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