26.06.2018 19:05
Quelle: schweizerbauer.ch - ral
Wallis
Augstbordkäserei kassierte Busse
Es geht um 1584 Käselaibe, die von der Taxationskommission der Sortenorganisation aufgrund ungenügender Qualität in die Qualität 1B eingestuft wurden. Diese Käse dürfen gemäss Vorgaben der Sortenorganisation nicht offen oder vorverpackt, sondern nur als Fonduemischung oder als Reibkäse verwendet werden.

Doch nur 902 Käselaibe konnten gekennzeichnet werden. Die anderen 682 Laibe à 5 kg waren verschwunden. Die Genossenschaft kassierte darauf eine Busse von 1000 Franken. Dazu Genossenschaftspräsident Marcel Ammann: «Der Vorwurf, diesen Käse als ‹Raclette de Valais AOP› verkauft oder verschenkt zu haben, ist unbegründet.» 

Was ist wirklich passiert? «Wir hatten Anfang 2017 Probleme in der Fabrikation. Am 13. März 2017 war die Taxierung, erst am 5. Mai wurden die Laibe gestempelt. Die 682 Laibe wurden verkauft, nicht als Raclette AOP, sondern unetikettiert. Die sind ja nicht ungeniessbar. Sie waren zwei Monate später einfach nicht mehr da. Von einer Täuschung der Konsumenten kann nicht die Rede sein», so Ammann. 

Das Vorgehen sei im Verwaltungsrat und mit der Sortenorganisation abgesprochen gewesen. Seit Juni 2017 sei kein Kilo Käse mehr produziert worden, das habe deklassiert werden müssen. «Wenn die Justiz sich über ein Jahr Zeit lässt und die Medien einen solchen Wirbel mit falschen Darstellungen veranstalten, schadet das der Branche», ärgert sich Ammann. 

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