28.06.2019 14:40
Quelle: schweizerbauer.ch - jul
Ausbildung
Bäuerinnen: So viele wie noch nie
162 erfolgreiche Absolventinnen konnten in Zollikofen BE ihren Fachausweis entgegennehmen. Es sind so viele wie noch nie.

Am Inforama in Zollikofen BE nahmen am Freitag 162 Frauen ihren Fachausweis (FA) in Empfang. Sie haben die obligatorischen und frei wählbaren Module abgeschlossen und die Prüfung bestanden.

„Bleibt neugierig“

Anne Challandes, die neue Präsidentin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbands gratulierte den Frauen. Sie sagte, dass die Bäuerinnen Brückenbauerinnen zwischen Stadt und Land seien. Und dass die Frauen nun das Werkzeug haben, um die richtigen Fragen zu stellen und nach bestem Wissen und Gewissen zu entscheide. Sie ermunterte die Absolventinnen zudem, neugierig und offen zu bleiben. 

Immer mehr Absolventinnen

In den vergangenen Jahren hat die Zahl der Absolventinnen der höheren Berufsprüfung (Fachausweis) stetig zugenommen. Während vor zehn Jahren noch 81 Frauen den Fachausweis erworben haben, waren es 2018 bereits 153. Auch dieses Jahr haben im Vergleich dazu wieder mehr Frauen abgeschlossen.

Die Absolventinnen 2019 stammen aus insgesamt 19 verschiedenen Kantonen und Halbkantonen. Dies sind Bern (33); Luzern (22); Zürich (20); St. Gallen und Aargau (je 18); Thurgau (9), Graubünden (8), Schwyz (7), Solothurn (6); Obwalden (5); Schaffhausen (3); Appenzell Ausserrhoden, Nidwalden, Glarus, Baselland, Zug (je 2); Appenzell Innerrhoden, Wallis und Freiburg (je 1).

Die Höchstnote mit 5.9 erreichte Sonja Muff, Neuenkirch, LU. Mit der Note von 5.8 schlossen Lilian Isabel Schmid, Niederneunforn, TG, Daniela Galliker, Menznau, LU, sowie Marina Bühlmann, Maschwanden, ZH, ab. Die vier Bäuerinnen durften den Preis der Agrarmedien, Bern, entgegennehmen.

Berechtigt zu Direktzahlungen

Den Fachausweis erhalten die Frauen, die Pflichtmodule und Wahlmodule an einer Bäuerinnenschule besucht, danach eine Projektarbeit abgeben, diese präsentieren und sich in einem Fachgespräch bewährt haben. Durch den Fachausweis ist man neben anderen Kriterien berechtigt, Direktzahlungen zu beziehen. 

Jeanette Zürcher-Egloff, Präsidentin der Kommission Bildung Bäuerin, stellt fest, dass immer mehr Bäuerinnen FA den elterlichen Betrieb übernehmen. Aber auch sonst sei «die Bildung Bäuerin sicher eine gute und interessante Ausbildung, in der das Wissen nicht ‹nur› theoretisch, sondern auch in vielen praktischen Sequenzen vermittelt wird», sagt sie weiter. Sie erklärt sich das Interesse an der Ausbildung zudem mit Trends wie Urban Gardening oder dem Bedürfnis, zurück zur Natur zu gehen.  

Mehr zur Feier lesen Sie am Mittwoch im Schweizer Bauer

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