17.05.2018 10:54
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sum
Smart Farming
Barto AG: Zuchtverbände und Fenaco
Braunvieh Schweiz, Swissherdbook und die Fenaco streben eine Beteiligung am Aktienkapital der Smart-Farming-Plattform Barto AG an.

Die Plattform Barto möchte sich zur führenden Smart-Farming-Plattform für die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft weiterentwickeln. Sie wird von der Barto AG aufgebaut und betrieben, einem Gemeinschaftsunternehmen der Identitas AG (Betreiberin der TVD) und der Agridea. Matthias Schelling, Direktor von Swissherdbook, sitzt bereits als Vertreter der Identitas im Verwaltungsrat der Barto AG. Braunvieh Schweiz und Swissherdbook streben eine Beteiligung von 10 Prozent an.

Auch die Fenaco will sich im Sommer an der Plattform Barto beteiligen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Man sehe viele Chancen für die Bauern. Einerseits liesse sich der administrative Aufwand reduzieren, andererseits könnten die Schweizer Landwirte ihre Vorteile wie Tierwohl und Nachhaltigkeit dank einer Plattform wie Barto ausspielen. Auch die Schweizer Milchproduzenten (SMP) streben eine Beteiligung an.

SBV will sich nicht beteiligen

Nicht beteiligen wird sich der Schweizer Bauernverband. Der SBV schliesst eine finanzielle Beteiligung aus, weil das eingesetzte Geld zu einem gewissen Grad Risikokapital wäre. «Wir wollen nicht mit Mitgliederbeiträgen das Projekt finanzieren.» Als zweiten Grund nannte er die Wahrung der Neutralität des SBV, weil es neben Barto noch weitere Systeme gebe. Noch im vergangenen Herbst tönte es anders. Der Bauernverband plante damals eine Beteiligung am System.

Die Barto AG mit Sitz in Bern betreibt die Dokumentations- und Betriebsmanagementplattform Barto. Das Unternehmen versteht sich als führende Schweizer Smart-Farming-Plattform. Aktionäre sind derzeit die Identitas AG – Betreiberin der Tierverkehrsdatenbank TVD – und die landwirtschaftliche Beratungszentrale Agridea. 

ADA ist der zweite Anbieter

Neben Barto versucht sich ein zweiter Anbieter auf dem Markt zu behaupten. ADA (Agrar-Daten-Austausch) ist das Projekt von IP-Suisse und Agrosolution und will den Datenaustausch vereinfachen. Dazu werden Schnittstellen zwischen Anwendungen – zum Beispiel zwischen Apps – geschaffen. Die Apps können die Daten untereinander austauschen.

In einem Jahr kann mit ersten Vereinfachungen bei der Dateneingabe gerechnet werden, sagte IP-Suisse Geschäftsführer Fritz Rothen Mitte März gegenüber «Schweizer Bauer». So ist zum Beispiel denkbar, dass IP-Suisse für die Wiesenmilch die Daten von einem Milchviehzuchtverband übernehmen wird.

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