7.04.2018 06:00
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Rückblick
Bauern sollen Markt normalisieren
Im Rückblick geht es heute um den Bauernverein Luzern, der sämtliche Bauern dazu aufforderte, ihren Teil zur Normalisierung des Milchmarktes beizutragen. Unter anderem sollten "unverbesserliche Überlieferer" ausfindig gemacht werden.

Aus Milchinformationen des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes – 1.4.1968

Der Bauernverein des Kantons Luzern hat einen Aufruf an alle Luzerner Bauern erlassen, ihren Teil zur Normalisierung der Verhältnisse auf dem Milchmarkt beizutragen und

  • wieder mehr Milch im eigenen Haushalt und Betrieb zu verwenden, die Aufzuchtkälber ausschliesslich und die Mastkälber mindestens bis zu einem Gewicht von 70 bis 80 kg nur mit Vollmilch zu füttern; 
  • die laufenden Ausmerzaktionen im Berg- und Talgebiet kontinuierlich zu benützen, die Viehbestände an die gegebene betriebseigene Futterbasis anzupassen und
  • der Qualität der abgelieferten Milch alle Aufmerksamkeit zu schenken.

Am Schluss des Appells ruft der Bauernverein seinen Mitgliedern die Empfehlungen der Milchverbände in Erinnerung. Den Vorständen der Käserei- und Milchgenossenschaften wird zudem nahegelegt, die Einlieferungen schon heute, unabhängig von den angekündigten Kontingentierungsmassnahmen, zu ermitteln; unverbesserliche "Überlieferer" ausfindung zu machen und ihnen die gemeinsame Verantwortung vor Augen zu führen. Gerade unter den heutigen, schwierigen Verhältnissen habe sich die genossenschaftliche Selbsthilfe und Selbstverantwortung zu bewähren. 

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