2.07.2018 17:38
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Kommunikation
Bauern werben für Landwirtschaft
Der Schweizer Bauernverband (SBV) ändert nach 20 Jahren seine Kampagne. Der Claim «Gut, gibt’s die Schweizer Bauern» wird durch den Slogan «Von hier, von Herzen» ersetzt. Neu stehen Bäuerinnen und Bauern im Zentrum. Mit der neuen Kampagne will der SBV die Beziehung und das Vertrauen zwischen Landwirt und Konsumente stärken.

Die Kampagne des Schweizer Bauernverbandes läuft seit 1998 unter dem Slogan «Gut, gibt’s die Schweizer Bauern» und dem Landwirtschaftskreuz. 2006 wurde das Edelweiss-Hemdstoff hinzugefügt. Diese Muster prägt seit 12 Jahren Werbeartikel, Webseiten sowie das Branding von Betrieben, Messeauftritten und Events. Doch nun wird das Edelweiss und der Claim ersetzt, wie der Bauernverband am Montag mitteilt. 

Regionalität und Emotionalität

Statt des Kreuzes werden nun die «Schweizer Bauern» in den Vordergrund gerückt. Die neue Marke greift das Landschaftsbild auf, das von den Bäuerinnen und Bauern massgeblich mitgeprägt wird. Die Schrift wird in grüner Farbe gehalten. «Die unterschiedlichen Grüntöne geben der Marke eine zweidimensionale Tiefe», so die Begründung des Verbandes.

Der neue Claim «Von hier, von Herzen» umfasst gemäss SBV mehrere Kernelemente der hiesigen Landwirtschaft. Neben der Regionalität und dem Bezug zu den Produkten („von hier“) wird auch emotionale Komponente miteinbezogen. Damit meint der Bauernverband die Leidenschaft der Bäuerinnen und Bauern, mit der sie tagtäglich die Leistungen erbringen („von Herzen“).

Bauern polarisieren nicht

Am meisten ins Auge fallen dürften aber die neuen Werbeträger. Nach den Promis und den Bauernhoftieren in Edelweiss werden die Bauern in Zentrum gerückt. Auf Plakaten und in Videos erklären sie, welche Leistungen sie für die Bevölkerung erbringen und warum sie dies tun. «Schliesslich sind sie die authentischsten Botschafter, wenn es um die Anliegen der Schweizer Landwirtschaft geht», hält der Bauernverband fest. Zudem würden sie im Gegensatz zu Prominenten kaum polarisieren. «Sie funktionieren in allen Landesteilen und Sprachen und haben kaum Reputationsrisiken», begründet der SBV die Wahl.

Ziel der Kampagne ist es, die Beziehungen zwischen Stadt und Land zu pflegen, das Vertrauen in die einheimische Landwirtschaft zu stärken und den Absatz der Produkte zu fördern. «Die Konsumenten sollen sich bewusst werden, woher die Lebensmittel kommen und was es braucht, um dieses qualitativ hoch stehende Angebot bereitzustellen. Die neue Kampagne soll die vielfältigen Leistungen der Bauernfamilien für die Gesellschaft sichtbar machen. Die Bedeutung der Landwirtschaft für die Schweiz soll so untermauert werden.

800'000 Franken für Mediawerbung

Alimentiert wird die neue Kampagne durch den SBV, kantonale Bauernverbände sowie Fachorganisationen von den Schweizer Bauernfamilien.Die Kampagne «Schweizer Bauern» unter der Leitung des SBV hat für alle Massnahmen ein jährliches Budget von rund 4.4 Millionen Franken. Rund 800‘000 Franken werden in die Mediawerbung investiert. Der Rest verteilt sich auf die zahlreichen anderen Projekte.

Die ersten zwölf Plakate – je vier Bäuerinnen und Bauern pro Sprachregion – gibt es ab dem 23. Juli in den Städten und Agglomerationen zu sehen. Nebst den Plakaten umfasst die neue Kampagen auch den 1. August-Brunch, Messeauftritte, Stallvisite, Schule auf dem Bauernhof, die Direktvermarktungsplattform „Vom Hof“, das Online-Videoportal „BuureTV.ch“, Social Media und Internetauftritt, Mini-Broschüren sowie Werbeartikel

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