7.11.2013 10:43
Quelle: schweizerbauer.ch - Daniel Salzmann
Bauernverband
Bauernverband nimmt Junge in den Fokus
Der SBV setzt auf die jungen Konsumenten und Facebook. Die TV-Spots laufen 2014 noch und werden dann abgesetzt.

«Ab nächstem Jahr fokussieren wir in der Basiskommunikation stärker auf städtische, junge Erwachsene zwischen 20 und 40 Jahren, junge Familien, Kinder und Schüler», erklärt Urs Schneider, stellvertretender Direktor des Schweizerischen Bauernverbandes (SBV). Das Ziel sei, etwas weniger die ganze Bevölkerung anzusprechen, sondern besonders diejenigen zu beeinflussen, die auch in Zukunft die Kaufentscheide träfen und den Stimmzettel einwürfen, führt der Leiter des Departements Kommunikation und Services beim SBV aus.

Edelweiss bleibt

Beibehalten werde bei allen Massnahmen das Edelweisshemd-Design, welches in der Zwischenzeit als unverwechselbares Erkennungszeichen für die Landwirtschaft gelte. Es gehe darum, eine «Beziehung» aufzubauen. Auf den Bauernhöfen sollen noch mehr Aktionen und Events stattfinden. Sehr gut etabliert ist der 1.-August-Brunch, wo auch heuer rund 400 Bauernfamilien gegen 200'000 Gäste bewirtet haben. Nächstes Jahr ist bei den Stallvisite-Betrieben ein «Tag der offenen Stalltüre» geplant.

Bauernhöfe sollen in die Städte gebracht werden. Dies ist heute schon bei den Publikumsmessen BEA in Bern oder der OLMA in St. Gallen der Fall oder auch bei der Sichlete, welche die Lobag alljährlich in Bern vor dem Bundeshaus durchführt. Die besten Botschafter bleiben dabei eindeutig die Bäuerinnen und Bauern selbst, hält der SBV fest. Aber auch virtuelle Beziehungen sind möglich. Es sei eine Herausforderung, die richtigen Kanäle zu finden, um an die Jungen heranzukommen, sagt Schneider. Die Informationsflut sei heute enorm.

Facebook ist Trumpf

Der SBV setzt dabei auf elektronische Medien, insbesondere auf Facebook. Auf dieser Plattform wird nächstes Jahr in jedem Kanton der Schweiz eine Bauernfamilie täglich über ihre Arbeit auf dem Betrieb, ihren Alltag, die erbrachten Leistungen zugunsten der Allgemeinheit, ihre Erlebnisse in Haus, Hof, Familie, Freizeit oder Dorfleben berichten. Anlass dieses Projekts mit dem Titel «Mein Bauer/Meine Bäuerin» ist das internationale Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe. Der SBV hat dafür Coop und  Raiffeisen als Hauptsponsoren gewinnen können. Gefördert wird das Projekt auch vom Bund.

TV-Spots laufen aus

2011 lancierte der SBV vier neue TV-Spots. Der Spot mit dem Ziegenbauern, der den Vornamen der Nachbarin nicht kennt, aber jede einzelne seiner Ziegen, hat dabei die positivsten Rückmeldungen erreicht. Die Glaubwürdigkeit der Botschaft «Gut, gibt’s die Schweizer Bauern» habe nochmals etwas zulegen, schreibt der SBV. Am besten habe die älteste Altersgruppe die neue Werbung wahrgenommen, nicht zuletzt, weil diese am meisten fernsehe. «2014 laufen diese Spots noch, dann verzichten wir darauf», sagt Schneider.

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