30.07.2016 09:55
Quelle: schweizerbauer.ch - ats
Milchmarkt
«Besser Geld statt Milch nach Afrika»
Jedes Jahr kaufe der Bund Schweizer Milch für 20 Millionen Franken und schicke sie als Nahrungsmittelhilfe nach Afrika, Asien und Lateinamerika, schreibt der «Blick». Nun empfehle eine Studie, die im Auftrag des Bundes erstellt worden sei, statt Milch Geld zu senden.

Einer der Gründe sei, dass es geeignetere Produkte als Milch gäbe, um Mangelernährung zu bekämpfen. Bundesrat Didier Burkhalter reagiere zögerlich. Vorerst bleibe noch alles beim Alten, und die Ergebnisse seien auch nicht in der im Februar 2016 verabschiedeten Entwicklungshilfe-Botschaft für die nächsten vier Jahre erwähnt worden.

Kathy Riklin (CVP, ZH): «Ich hätte zumindest erwartet, dass man die Ergebnisse der Studie in die Botschaft zur internationalen Zusammenarbeit aufnimmt und Transparenz gegenüber dem Parlament schafft.» Nationalrat Andreas Aebi (SVP, BE) hingegen habe auf Anfrage gesagt, es sei absolut sinnvoll, einen Teil des Milchüberschusses in Krisenländer zu schicken. «Indem wir Naturalien zur Verfügung stellen, haben wir eine gewisse Sicherheit, dass die Hilfe bei der Bevölkerung ankommt.» Finanzielle Hilfe hingegen drohe zu versickern.

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