15.04.2018 17:10
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Entwicklung
Bewässerung verspricht Entwicklung
Das Wassermanagement in Entwicklungsländern kann durch den Einsatz solarbetriebener Bewässerungssysteme massgeblich verbessert werden.

Wie die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (UN) am vergangenen Donnerstag dazu mitteilte, stehen solche Systeme jetzt auch für die dortigen Landwirte zu bezahlbaren Preisen zur Verfügung.

Die UN-Organisation spricht schon von einer „möglichen Revolution in Regionen wie Subsahara-Afrika“, sollten die Preise weiter fallen. Allerdings müssten die Maschinen angemessen gehandhabt und ihre Anwendung reguliert werden, um eine nicht nachhaltige Wassernutzung zu vermeiden. Solarbetriebene Bewässerungspumpen könnten nämlich von den Landwirten auch dazu verwendet werden, ihre Anbaufläche auszudehnen oder wasserintensivere Kulturen anzubauen.

Die FAO bezeichnete es deshalb als eine ihrer wichtigsten Empfehlungen sicherzustellen, dass kein Wasser ohne einen Wassernutzungsplan entnommen werde. Ein aktueller Bericht führe individuell angepasste Systeme der Tröpfchenbewässerung als Möglichkeit zur Wassereinsparung an. Die Annahme, dass solche Anlagen aber automatisch auch in jedem Agrarsystem funktionierten, sei ein Trugschluss.

Die FAO legt den jeweiligen Regierungen die Durchführung einer umfassenden Bestandsaufnahme der Wasserressourcen nahe, da Regen, Grundwasser, Bodenfeuchtigkeit und Verdunstung mit den verschiedenen Formen der Landnutzung einhergingen und alle Bestandteile desselben Wasserkreislaufs seien. Moderne Systeme böten zudem nützliche Optionen zur Wasserregulierung mit Kontrollmechanismen hinsichtlich der Füllstände oder der Pumpgeschwindigkeit, mit denen sich Regulierungen auch aus der Ferne steuern ließen.

Eine Alternative sei die Erhebung von Wassergebühren im Verhältnis zur Verfügbarkeit auf Grundlage von Satelliten und Wärmebildern.


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