10.01.2015 13:03
Quelle: schweizerbauer.ch - ats/blu
Milchmarkt
BIG-M kritisiert Milchpreissenkung
Inzwischen haben die Grossverteiler die Milchpreissenkung offiziell vollzogen, heisst es in einer Medienmitteilung von BIG-M. In ihren Magazinen würden sie diese Woche darauf hinweisen, dass die Kunden nun von tieferen Milchpreisen profitieren.

Als Grund für die Preissenkung  hätten sie angeben, dass der Vorstand der Branchenorganisation Milch (BOM) den Richtpreis gesenkt habe. BIG-M gehe davon aus, dass die beiden Vertreter der Grossverteiler in der BOM  nicht gegen diese Senkung gestimmt hätten, sondern das Gegenteil geschah.

Die Migros tue so, als sei  in der EU die Nachfrage zurückgegangen, unter anderem wegen des russischen Importstopps und weil in der Schweiz ein Überangebot bestehe. Etwas vorsichtiger beschreibe Coop die Preissenkung. Dabei werde lediglich die Begründung aus der BOM-Medienmitteilung vom November zitiert. Coop weise gleichzeitig darauf hin, dass man sich für den fairen, angemessenen Milchpreis schon seit Jahren engagiere.

"Es ist in höchstem Masse unfair, dass die Milchproduzenten nur die eine Wahl haben: Entweder die unfairen Lieferbedingungen zu akzeptieren, oder die Milchwirtschaft aufzugeben und die Stalltüren für immer zu verschliessen," lässt sich BIG-M Präsident Martin Haab im Communiqué zitieren. Vom Milchkäufer über den Milchverarbeiter bis zum Detailhandel könnten alle Stufen ihre Kosten decken. Der Bauer erhalte noch das Restgeld. "Dieser sogenannt marktgerechte Preis ist der Preis, an dem die bäuerlichen Milchwirtschaftsbetriebe zugrunde gehen," so das Fazit von Martin Haab.

BIG-M will keine zusätzliche Staatsgelder, sondern faire Spielregeln für alle Teilnehmer des Milchmarkts, heisst es weiter.

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