3.10.2013 12:04
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Biolandbau
Bioflächen können Klimawandel mindern
Biologisch bewirtschaftete Landflächen können einen Beitrag zur Minderung des Klimawandels leisten. Diesen Schluss zieht das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Frick AG aus der Analyse von 19 verschiedenen Vergleichsstudien.

Bioflächen emittieren weniger Lachgas und nehmen mehr Methan aus der Atmosphäre auf als konventionell bewirtschaftete Flächen, wie das FiBL am Donnerstag mitteilte. Die Emissionen von Bioflächen lagen demnach pro Hektare und Jahr um durchschnittlich 492 Kilogramm CO2-Äquivavelente unter denjenigen konventioneller Felder. Zudem weisen Bioflächen eine leicht erhöhte Aufnahme von atmosphärischem Methan auf. 

Auf den Ertrag bezogen sind die bodenbürtigen Lachgasemissionen bei Biobewirtschaftung jedoch höher als unter konventioneller Nutzung. Dies liegt gemäss FiBL an dem um 26 Prozent niedrigeren Ertragsniveau der Bioflächen im Vergleich mit den konventionell bewirtschafteten Kulturen. Für einen Ausgleich der Lachgasemissionen bräuchte es eine Ertragssteigerung um 9 Prozent auf den biologisch bewirtschafteten Flächen. 

In den ausgewerteten 19 Studien aus aller Welt wurden einzig die Emissionen der Agrarflächen erfasst und nicht solche, die beispielsweise bei der Düngerherstellung und beim Hofdüngermanagement entstehen.

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