24.10.2014 07:52
Quelle: schweizerbauer.ch - Christian Lanz
Thurgau
Biorender produziert vorläufig weiter
Nach dem Ausstieg der Stadt Winterthur mietet die Bösch AG, die in Herisau Biogas produziert, die Biorender-Anlage. Diese wird trotz des Konkurses weiter betrieben.

Wie der Winterthurer «Landbote» meldet, hat das kantonale Konkursamt in Frauenfeld eine Meldung der «Thurgauer Zeitung» bestätigt. Bei der Jakob Bösch AG handelt es sich um jenen bislang unbekannten Investor, von dem in den letzten Monaten gesprochen wurde. Die Bösch AG verfügt über das nötige Know-how bei der Verwertung von Konsumabfällen. Derzeit prüft die Jakob Bösch AG, die in Herisau AR eine ähnliche Anlage betreibt, die Übernahme der konkursiten Biorender AG.

Voraussetzung dafür ist, dass das Biogas aus Münchwilen mindestens für ein Jahr kostendeckend verkauft werden kann. Die Produktion der Biorender AG hatte anfänglich mit technischen Problemen gekämpft und deshalb viel zu wenig Gas geliefert. Inzwischen funktioniert die Anlage gut. Die Firma sammelt Speiseresten bei Grossverteilern, Spitälern, Restaurants und Kantinen ein. Die festen Abfälle werden in drei grossen Fermentertürmen vergärt. Das Biogas wird anschliessend in Strom umgewandelt.

Dank dem Engagements von der Bösch AG könne der Betrieb in Münchwilen vorläufig aufrecht erhalten werden, sagte der St. Galler Stadtrat Fredy Brunner an einer Medienkonferenz am Freitag. So werde vermieden, dass Investitionen von über 30 Millionen Franken versandeten. Brunner liess deutliche Kritik an den Behörden von Wil und Winterthur durchblicken. Die beiden Städte waren zusammen mit St. Gallen Hauptaktionäre der Biorender AG. Mitte 2013 stieg Wil nach einem Beschluss des Stadtparlaments aus dem Vertrag mit Biorender aus. Ein Jahr später machte Winterthur den gleichen Schritt.

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