13.08.2014 12:59
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Futtermittel
CH: Erstmals Donau-Soja verarbeitet
Erstmals wurde in der Schweiz Donau-Soja zu Futtermittel verarbeitet. Die GVO-freie Sojaproduktion entlang der Donau hat noch Ausbaupotential.

Als Alternative zur mengenmässig beschränkten, GVO-freien Sojaproduktion in Südamerika wird seit 2012 entlang der Donau Soja kultiviert. Der Verein Donau-Soja erwartet gemäss "BauernZeitung" für die Ernte 2013 40'000 Tonnen Donau-Soja-Schrot. 2013 wurden insgesamt 261'226 Tonnen Soja in die Schweiz importiert. Der bisher kleine Anteil an Donau-Soja reicht somit bei Weitem nicht, um allein den Schweizer Bedarf zu decken. Der Verein spricht aber von viel Steigerungspotential für die Donau-Soja. Besonders wenn die Preise für südamerikanische Soja anstiegen, könne die europäische Sojaproduktion davon profitieren.

Eine Vorreiterrolle hat Coop übernommen, wo die Fütterung mit Donau-Soja für Masthühner bereits verbindlich ist. Ab 2015 ist auch die bisher freiwillige Donau-Soja-Fütterung für Legehennen obligatorisch.

An einer Zertifizierung für die Donau-Soja arbeitet der Verein derzeit noch. Diese ist wichtig, um europäisches Soja-Futtermittel auch auf den Produkten wie Eiern oder Pouletfleisch deklarieren zu können. Da der Mehrwert für Kunden mangels Zertifizierung noch nicht transparent ist, sind die Verkaufspreise bisher gleich geblieben. Wie sich dies nach 2015 entwickelt, ist gemäss Coop noch offen, wie die "BauernZeitung" schreibt. Eierproduzenten indes erhalten pro Ei 0,6 Rappen mehr Erlös

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