7.07.2017 14:47
Quelle: schweizerbauer.ch - Daniel Salzmann
Milchmarkt
Darum fehlten die SMP
An der Medienkonferenz zum Milchpreis vom vergangenen Mittwoch in der Stadt Bern traten die Schweizer Milchproduzenten (SMP) nicht an der Seite des Schweizer Bauernverbandes auf. Die SMP erklären gegenüber schweizerbauer.ch, weshalb sie nicht am Anlass teilnahmen.

In der Fragerunde der Journalisten wurde Bauernverbandspräsident Markus Ritter gefragt, weshalb die Schweizer Milchproduzenten nicht auch vorne am Tisch sässen.

Ritter: «Das muss SMP rechtfertigen»

Er antwortete wie folgt: «Die SMP waren heute auch eingeladen. Es ist ein Vertreter da, der Kommunikationschef Reto Burkhardt. Sie verzichteten auf die Teilnahme. Wir versuchen einfach unseren Job zu machen und wir laden immer alle ein. Jene, die mitmachen können, sind herzlich begrüsst. Jene, die im Moment das nicht wollen, müssen das auch entsprechend so rechtfertigen und legitimieren. Wir versuchen unseren Job zu machen, so gut es geht. Die SMP waren eingeladen.»

So erklären es die SMP

SMP-Sprecher Reto Burkhardt erklärt auf Anfrage: «Vor den Medien trat die Arbeitsgruppe Milch auf, die vom Vorstand des Schweizer Bauernverbandes eingesetzt worden ist.» Es seien die Forderungen und Massnahmen dieser Arbeitsgruppe Milch gewesen, die vorgetragen worden seien. «Aber die Forderungen sind in unserem Sinn», betont Burkhardt.

Auch bezüglich Transparenz und Informationen würden bei den SMP offene Türen eingerannt. «Seit 17 Jahren bilden wir in unserem Milchpreis-Monitoring die realisierten Milchpreise je nach Abnehmer ab».  Jetzt zeige sich, dass per 1. Juli die Unterschiede zwischen den Verarbeitern mit besserem Preis und denjenigen mit schlechterem Preis noch zugenommen hätten. «Die Guten wurden etwas besser, bei den Schlechten ist nicht viel passiert», fasst Burkhardt zusammen.

Auch SMP forderten höhere Preise

Die SMP ihrerseits haben sich wiederholt dahingehend geäussert, dass die Milchpreise nun angehoben werden müssen. Am 23. Juni taten sie dies zuletzt. «Wenn dies nicht über die Anhebung des A-Richtpreises geht, so bestehen andere Möglichkeiten, welche nun ausgenutzt werden müssen. Die ungerechtfertigten Abzüge zum Ausgleich von Marktungleichgewichten sind heute nicht mehr nötig», schrieben sie in einer Medienmitteilung. 

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