Sonntag, 1. August 2021
18.10.2016 15:26
Forschung

Das «smarte Haus» im Stromnetz

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Von: sda

Die Zukunft gehört «smarten Häusern», die selbst Strom produzieren, speichern und möglichst ausgeglichen verbrauchen. Wie sich solche Gebäude optimal ins Verteilernetz einfügen, untersuchen Forschende der Berner Fachhochschule und des CSEM.

Die Solaranlage auf dem Dach wird mehr und mehr zum alltäglichen Anblick. Wie sich solche selbst produzierte Energie effizienter speichern lässt und was die dezentrale Energieproduktion und -speicherung für die Verteilernetze bedeuten, untersuchen Forschenden um Andrea Vezzini vom Energy Storage Research Center, einem Gemeinschaftsprojekt der Berner Fachhochschule und des Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique (CSEM).

Computer simulieren Bedingungen

Ein Speziallabor namens «Prosumer-Lab» – eine Wortmischung aus «producer» und «consumer» – erlaubt Vezzinis Team, verschiedene Situationen zu simulieren, um Komponenten wie die Batterie oder den Photovoltaik-Wechselrichter zu testen. Die Forschung in dem Labor im Switzerland Innovation Park Biel wurde in der jüngsten Ausgabe des Magazins «Energeia» des Bundesamts für Energie BFE vorgestellt.

Im Prosumer-Lab simulieren Computer die Rahmenbedingungen, also die stromverbrauchenden Geräte auf der einen Seite und die Wetterbedingungen und die Tageszeit auf der anderen Seite. «Wir können jederzeit jegliche Bedingungen simulieren und müssen nicht darauf warten, dass draussen die Sonne scheint», liess sich Vezzini im «Energeia»-Artikel zitieren.

Wenn die Forschenden beispielsweise einen Batteriespeicher testen wollen, schliessen sie ihn an die Testumgebung an und simulieren die Produktion der Photovoltaikanlage eines Gebäudes bei verschiedenen Wetterlagen. «Innert weniger Stunden erhalten wir bei einem solchen Test Aufschluss darüber, wie sich eine schwankende Produktion, beispielsweise im Tagesverlauf, auf den Betrieb des Batteriespeichers auswirkt», so Vezzini.

Mehr Stabilität im Netz

So fokussiert die Forschung am Prosumer-Lab einerseits darauf, die Energieproduktion und den Verbrauch über den Tagesverlauf im «intelligenten Gebäude» bestmöglich zu steuern. Dabei erarbeiten die Wissenschaftler verschiedene Strategien für verschiedene Gebäude.

Auf der anderen Seite wird erforscht, wie überschüssige Energie ans Verteilernetz abgegeben werden, oder bei Engpässen in der Eigenproduktion daraus bezogen werden kann, ohne die Netzstabilität zu gefährden. Im Gegenteil sollen solche intelligenten Gebäude in Zukunft die Netzstabilität möglichst unterstützen, hiess es in dem Artikel.

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