15.06.2018 17:09
Quelle: schweizerbauer.ch - khe
Trinkwasserinitiative
Die Agrarallianz nimmt Stellung
Bundesrat will keinen Gegenvorschlag zur Trinkwasser-Initiative: Die Agrarallianz appelliert, Bio und IP am Markt vorwärts bringen.

Dass es keinen Gegenvorschlag zur Trinkwasser-Initiative geben wird, sei nach der ernüchternden nationalrätlichen Gesamtschau-Debatte keine Überraschung mehr gewesen, erklärt die Agrarallianz in einer Mitteilung.

Doch sei die inhaltliche Relevanz, der nationale und internationale öffentliche Druck sowie die Konsumenten- und Markrealitäten, dass die die Schweizer Landwirtschaft glaubwürdige Mehrleistung bringen müsse, weiter vorhanden. Kein einziges Umweltziel sei erreicht. Rückstände von Pestiziden in Gewässern, Resistenzen, Probleme bei der Zulassung von neuen Wirkstoffen und die hohe umweltbelastende Intensität der Schweizer Landwirtschaft vor allem durch Stickstoffüberschüsse bleiben Thema.

Die Agrarallianz sieht Politik und Behörden in der Pflicht, nennt dabei die UNO-Agenda 2030, den Aktionsplan Pflanzenschutzmittel, die Umweltziele Landwirtschaft sowie den besseren Vollzug des Umweltrechts, befürchtet aber für die Agrarpolitik 2022+ treten diese an Ort. Und das trotz den heute vom Bundesrat angedeuteten Massnahmen.

Ihrer Meinung nach sei es fraglich, ob Bundesrat und BLW, gemeinsam mit dem BAFU, und vielleicht auch das Parlament das Heft in die Hand nehmen und einen realistischen, marktnahen Pfad zu einer nachhaltigeren Land- und Ernährungswirtschaft aufzeigen werden. Oder ob sie ein korrigierendes Volks-Ja zu einer der beiden Initiativen riskieren wollen.

Die Agrarallianz möchte daran erinnern, dass mit dem Biolandbau und der Integrierten Produktion nach IP SUISSE in der Schweiz zwei gut eingeführte Systemansätze für die Problemlösung bestehen. Fortschritte würden dann erzielt, wenn Bauern und Marktpartner zusammen mit den Konsumenten vorwärts ziehen.

Es müsse darum ein Ruck durch die Branche gehen - mehr Eigenverantwortung und weniger Umweltbelastung heisse mehr Bio und mehr IP, so die Agrarallianz.


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