16.08.2014 06:16
Quelle: schweizerbauer.ch - Susanne Meier
GMF
Die GMF-Beiträge sind gefragt
Bei der Strukturdatenerhebung im Mai konnten sich die Tierhalter für Beiträge an die graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion (GMF) anmelden. In Graubünden hat das fast jeder getan, im Aargau jeder Zweite.

Die Rindviehhalter können 2014 erstmals am Programm zur graslandbasierten Milch- und Fleischproduktion (GMF) teilnehmen. Bei GMF füttern sie ihren Tieren vorwiegend Gras und Grasprodukte. Mais und Kraftfutter zusammen dürfen im Tal maximal 25 Prozent und im Berggebiet 15 Prozent der Ration ausmachen. Dafür gibt es einen Beitrag von 200 Franken pro Hektare Grünland.

Zwischen 50 bis 83 Prozent

Diesen Beitrag wollen viele, wie eine Umfrage des «Schweizer Bauer» bei den Kantonen zeigt. «Im Kanton Graubünden haben sich 1910 von 2284   Betrieben für GMF angemeldet», sagt Valentin Luzi vom Amt für Landwirtschaft und Geoinformation. «Dabei muss man berücksichtigen, dass nicht auf allen 2284 Betrieben im Kanton Tiere gehalten werden.»

Das grosse Interesse an GMF bestätigt auch Beat Frick vom St.Galler Landwirtschaftsamt: «Im Kanton St.Gallen sind 3030 von 3650 direktzahlungsberechtigten Betrieben für GMF angemeldet.» Die Teilnahmequote liegt in beiden Kantonen bei 83 Prozent. Im Kanton Bern möchten  6628 von 10'363 Betrieben GMF-konform füttern. Das entspricht 64 Prozent aller Betriebe. Im Kanton Luzern sind es 70 Prozent von rund 4500 Betrieben. Der Kanton Zürich konnte keine Zahlen nennen. Im Kanton Thurgau wollen 939 von 2279 Bauern am Programm teilnehmen.

Auch im Aargau sind die Meldezahlen etwas tiefer. «1368 von 2700 Aargauer Bauern wollen für 2014 die GMF-Beiträge in Anspruch nehmen», sagt Ueli Frey vom Aargauer Landwirtschaftsamt. «Unter diesen angemeldeten Betrieben wird es aber auch noch solche geben, die gar keinen Anspruch auf die Beiträge haben.»

Ausgaben von 64 bis 79 Mio. Franken pro Jahr

Wie viele Tierhalter die GMF-Bedingungen tatsächlich erfüllen, wird sich erst  2015 zeigen, wenn die Suisse-Bilanzen gerechnet wurden. Die Beiträge werden dennoch schon Ende 2014 ausbezahlt. Dazu melden die Kantone die Strukturdaten und damit die GMF-Anmeldungen im Oktober  ans Bundesamt für Landwirtschaft (BLW).

Dieses ging bei der Budgetierung von einer Beteiligung von 320'000 ha Grünfläche im Jahr 2014 und von 395'000 ha im Jahr 2017 aus. «Demzufolge  rechnen wir mit Ausgaben von 64 bis 79 Mio. Franken pro Jahr für GMF», sagt Jürg Jordi vom BLW. «Falls für GMF mehr Geld benötigt würde, würden entsprechend weniger Mittel für die Übergangsbeiträge zur Verfügung stehen.»

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