7.03.2014 08:50
Quelle: schweizerbauer.ch - Martin Brunner
Thurgau
«Die Leistung ist entscheidend»
Der Landwirt Willi Wittwer ist beim Güllen auf Leistung angewiesen, nicht nur auf dem eigenen Betrieb, sondern auch in seinem Lohnunternehmen. Deshalb entschied er sich für die Bauer Polyfässer 125 und 155.

Der Hof von Willi Wittwer passt so gar nicht ins Bild eines typischen Schweizer Landwirtschaftsbetriebes. Grosse Einstellhallen mit vielen Maschinen und Geräten prägen das Bild. Trotzdem dreht sich in Helsighausen im Kanton Thurgau alles um die Landwirtschaft. «Wir haben vor zwölf Jahren entschieden, aus der Milchwirtschaft auszusteigen und auf Ackerbau umzustellen», sagt der Landwirt. «Parallel dazu führe ich seit 31 Jahren mein Lohnunternehmen mit heute fünf Angestellten.»

Einfacher Entscheid

Die Gründe dafür waren vielfältig. Zum einen erlitt Willi Wittwer einen Unfall. Er sah kaum mehr Möglichkeiten, mit seinen 20 bis 22 Kühen weiterhin in der Milchwirtschaft tätig zu sein. Dazu kam, dass sein Vater die Mithilfe auf dem Betrieb altershalber reduzieren wollte. Erschwerend war und ist, dass nur wenig Land an seinen Hof grenzt. «Nicht zuletzt deshalb waren die Aussichten im Milchsektor nicht ermutigend», sagt Wittwer. «Deshalb fiel mir der Entscheid leichter.»

Heute beschäftigt sich Willi Wittwer in seinem produzierenden Betriebsteil ausschliesslich mit dem Ackerbau. Er bepflanzt seine 25 Hektaren mit Zuckerrüben, Mais, Weizen und Gerste. Ein Teil bleibt Wiesland. «Da ich schon vorher rund die Hälfte meines Landes mit Ackerbau bewirtschaftete, war auch vom Fachwissen her die Umstellung kein Problem», erzählt er. Die notwendigen Arbeiten lässt er von seinem eigenen oder zum Säen und Spritzen von einem auswärtigen Lohnunternehmen ausführen. «Auch heute noch bin ich überzeugt, dass ich meinen Betrieb in die richtige Richtung gelenkt habe.»

Wirtschaftlich arbeiten

Als eigenständige Firma betreibt Willi Wittwer seit 31 Jahren ein Lohnunternehmen, in dem ein Schwerpunkt das Güllen betrifft. Dabei ist der Landwirt auf leistungsfähige und zuverlässige Güllenfässer angewiesen. «Zu unseren Geräten gehörte bereits ein Bauer Polyfass 125», erklärt er. «Doch die Auftragslage erlaubte es uns, im Jahr 2013 ein zweites anzuschaffen.» Die Wahl fiel auf das mit 15,5 Kubikmetern Inhalt noch etwas grössere Polyfass 155. Für Polyester hat sich der Unternehmer entschieden, weil sich dadurch das Gewicht um rund eine Tonne vermindert.

Arbeiten per Knopfdruck

Wichtig für einen Unternehmer ist aber auch die unkomplizierte Funktionalität. So muss der Fahrer zum Beispiel beim Beladen die Fahrerkabine des Traktors nicht verlassen. Vom Anbringen des Ansaugrohrs an die Ladestation beim Güllenloch über das richtige Einstellen der Schieber bis zur Füllung mit der Schneckenpumpe lenkt er alles per Knopfdruck. Bei der Arbeit auf den Feldern hebt Wittwer die Bereifung der vier Räder hervor. Sie sind vorne zweimal 85 Zentimeter und hinten zweimal 75 Zentimeter breit und weisen nur geringe Stollentiefe auf, was sich schonend auf den Boden auswirkt.

Aber auch die Herzform des Fasses hat Wittwer überzeugt. Sie lässt Feststoffe nach unten sinken, wo sie abgepumpt werden können. Gleichzeitig erhöht sie die Standfestigkeit. «Das bedeutet, dass wir zusammen mit der breiten Bereifung auch an Hanglagen sicher fahren können», sagt er. Hilfreich auf den Feldern ist zudem der 15 Meter breite Schleppschlauch. Das dreiteilige Gerät verbindet sich zusammengeklappt kompakt mit dem Fass. «Wichtig ist zudem, dass wir die Gülle mit den festen Schläuchen nahe am Boden und dadurch futterschonend ausbringen können.»

Was mit seinem Landwirtschaftsbetrieb geschehen wird, lässt Willi Wittwer noch offen. Gut sieht es allerdings beim Lohnunternehmen aus. Denn Kaspar Schild arbeitet seit 1997 im Lohnunternehmen, seit geraumer Zeit auch als Disponent. «Ich freue mich, dass er das Unternehmen weiterführen wird.»

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