23.01.2018 15:27
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Smart Farming
Digitalkompetenz immer wichtiger
Mehr und mehr Landwirte sehen einen sicheren Umgang mit digitalen Technologien als neue Schlüsselkompetenz an. Wie aus einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom unter 850 betriebsleitenden Landwirten hervorgeht, sind 67% der Meinung, dass Digitalkompetenz in Zukunft genauso wichtig sein wird wie das fachliche oder soziale Fachwissen.

Auf diese Ergebnisse hat der Deutsche Bauernverband (DBV) am Montag vergangener Woche in Berlin hingewiesen, der die Studie in Auftrag gegeben hat. Gut ein Viertel der Landwirte schreiben Digitalkompetenz demnach in Zukunft aber auch nur eine untergeordnete Rolle zu.

DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken bekräftigte seine Ansicht, dass Digitalisierung „eine riesige Chance für die Landwirtschaft“ darstellt. Sie schaffe neue und spannende Aufgaben für Unternehmer wie Beschäftigte, ermögliche eine etwas flexiblere und mehr auf die persönlichen Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmte Arbeitsgestaltung und biete die Möglichkeit, die Produktivität stark zu steigern. Ausserdem lasse sich auf diesem Wege der Umgang mit Boden, Wasser und Luft umweltverträglicher gestalten und das Wohl der Tiere verbessern.

Als besonders wichtig erachten laut der Erhebung die Landwirte im Alter von bis zu 35 Jahren den Faktor Digitalkompetenz. Hier gaben 84% aller Befragten an, dass dieses Können genauso wichtig sein wird wie andere Kompetenzen. Obwohl Junglandwirte alle laut eigenen Angaben mit den digitalen Neuentwicklungen in der Landwirtschaft sehr gut oder gut zurechtkommen, sehen sie der Studie zufolge im Vergleich zu den älteren Landwirten auf diesem Gebiet in ihren Betrieben die relativ grössten Defizite.

So meint beinahe jeder zweite Unter-36-Jährige, dass der eigene Hof eigentlich mehr Digitalkompetenzen benötigen würde. Knapp mehr als die Hälfte sagt, dass im Rahmen der Ausbildung zum Landwirt zu wenig digitale Kompetenzen vermittelt würden. Nach Einschätzung von Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder muss die Weiterbildung zu Digitalthemen zum Pflichtprogramm jedes einzelnen Mitarbeiters gehören. „Wem die Digitalkompetenz fehlt, wer die digitale Welt nicht versteht und durchdringt, der wird schnell zum Getriebenen“, so Rohleder. Die Betriebe müssten daher mit dafür sorgen, dass ihre Mitarbeiter souverän mit digitalen Geräten und Anwendungen umgehen könnten.

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