23.03.2020 17:33
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Unternehmen
Durchschnittliches Schadensjahr
Die Schweizer Hagel-Versicherung hat 2019 für rund 25'800 Hagelschäden brutto rund 109 Millionen Franken aufgewendet. In der Schweiz allein gab es für die auch in Frankreich und Italien tätige Versicherung knapp 8200 Schadenereignisse zu bewältigen, die mit rund 33 Millionen Franken zu Buche schlugen.

Hagel, Frost, Schneedruck, Sturm und Dürre vor allem bei Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben und Grasland hätten zu einem durchschnittlichen Schadenjahr in der Schweiz geführt, kommentierte die Hagel-Versicherung ihr Jahresergebnis am Montag in einer Mitteilung. Im Ausland war das Jahr hauptsächlich von sehr intensivem Hagel, insbesondere in Italien, und von Frost, Starkregen, Sturm und Dürre gekennzeichnet.

Prämienrückvergütung von 3,6 Millionen

Aufgrund der Integration des Versicherungsbestandes von Axa in Frankreich erzielte Schweizer Hagel ein Prämienwachstum von 29 Prozent im Vergleich zu 2018. Brutto gingen 135,6 Millionen Franken an Prämien ein. Davon stammten 49,1 Millionen aus dem Schweizer Geschäft. Im Ausland – Frankreich und Italien – nahm das Prämienvolumen vor allem infolge der Integration um 54% zu und erreichte 86.5 Millionen Franken. Mittlerweile sei die Versicherung sowohl im französischen als auch im italienischen Agrarversicherungsmarkt ein landesweit tätiger, bedeutender Akteur, heisst es weiter.

Die Schweizer Hagel-Versicherung versicherte im abgelaufenen Jahr in der Schweiz und im Ausland Landwirtschaftskulturen für 4 Milliarden Franken. Das Kapitalergebnis von 8,2 Millionen Franken ergab sich aus einem günstigen Anlageumfeld. Dank diesem resultierte unter dem Strich vor Veränderung der Reserven eine kleiner Überschuss von 100'000 Franken. Die Kunden in der Schweiz erhalten im Jubiläumsjahr 2020 eine Prämienrückvergütung von 3,6 Millionen Franken. Dies entspricht über 5 Prozent der Prämieneinnahmen.

Unterstützung von Ernteversicherungen durch Bund

Die Botschaft des Bundesrates zur Agrarpolitik 2022 (AP22+) und der Entwurf des neuen Landwirtschaftsgesetzes sehen eine mögliche, zeitlich begrenzte Unterstützung von Ernteversicherungen vor, die grossräumig auftretende Risiken wie Trockenheit und Frost abdecken. Dadurch soll die Risikoabsicherung gegen grössere Ertragsschwankungen aufgrund der zunehmenden Klimaerwärmung gefördert werden.

«Die Schweizer Hagel-Versicherung verfolgt dieses Dossier zeitnah, um bei einer Einführung der beabsichtigten Unterstützung bereit zu sein und ihren Versicherten optimal abgestimmte Versicherungslösungen anbieten zu können», schreibt das Unternehmen.

Die «Schweizer Hagel» wurde am 4. April 1880 gegründet und feiert in diesem Jahr ihr 140-jähriges Bestehen. Die Schweiz gehört in Europa zu den Ländern mit dem höchsten Hagelrisiko. Schweizer Hagel versichert die landwirtschaftlichen Kulturen von rund 30‘000 schweizerischen Landwirtschaftsbetrieben mit einem Gegenwert von rund 2,1 Milliarden Franken. 

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