4.04.2018 08:38
Quelle: schweizerbauer.ch - hal/blu/sal
Käse
Emmentaler: Meyer soll kommen
Heinz Wälti tritt Ende April als Präsident der Sortenorganisation Emmentaler Switzerland (ES) altershalber zurück. Daniel Meyer soll das Amt übernehmen.

In den Statuten sei die Altersgrenze für das Präsidentenamt auf 65 Jahre festgelegt, sagte ES-Vize-Direktor Alfred Rufer gegenüber dem «Schweizer Bauer» auf Anfrage. Wälti hat das Präsidium im Mai 2014 übernommen. Zuvor war er während 27 Jahren Chef der Fenaco-Tochter Landi. 

Sein Nachfolger wird an der Delegiertenversammlung (DV) vom 19. April bestätigt werden und sein Amt per 1. Mai antreten. Laut den Unterlagen für die DV ist Daniel Meyer aus Wettingen AG für die Nachfolge nominiert. Meyer (Jg. 1965) ist HSG-Ökonom und arbeitete bei Coop, Lindt & Sprüngli, Aargauer Zentralmolkerei und zuletzt als Chef von Mondelez Schweiz. Das Unternehmen verliess er im Februar 2017.

Im Oktober 2016 äusserte sich Meyer kritisch zur Swissness-Regelung und zur Agrarpolitik. "Wir spüren als Toblerone-Hersteller in der Schweiz eine Regulierungswut", sagte er damals. "Und dazu gehört auch die Swissness", fuhr er fort. Die Swissness-Vorlage bezeichnete er als weiteres Beispiel dafür, wie Regulierung mit Agrarschutz Hand-in-Hand gehe. Die Bauern würde nun nicht nur Direktzahlungen erhalten, es werde nun auch noch dafür gesorgt, dass der Absatz stimme, so Meyer kritisch.

Und: "Es war nicht die Schweizer Flagge, sondern das gute Image der Schweizer Nahrungsmittel-Industrie, das für den guten Ruf im Ausland gesorgt hat", sagte Meyer. "Wenn wir Toblerone im Ausland produzieren würden, würden die Konsumenten nichts davon bemerken", betonte er im Oktober 2016.

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