10.02.2014 17:20
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Emmi
Emmi: Dank Rezeptkorrektur weiter Ausfuhrgelder
Emmi hat das Rezept seines Caffè Latte angepasst um weiterhin Ausfuhrgelder zu erhalten. Zuvor hatte der Milchverarbeitungskonzern flüssige Magermilch für die Herstellung von Caffè Latte verwendet. Für diese Art von Milch wird vom Bund aber kein Geld mehr bezahlt.

«Seit Dezember 2012 bezahlt der Bund keine Ausfuhrbeiträge für flüssige Magermilch mehr», sagte Daniel Hug von der Oberzolldirektion gegenüber der Nachrichtenagentur sda und bestätigte damit Angaben des «Beobachters», der in seiner Ausgabe vom 7. Februar über die Rezeptänderung berichtet hatte.

Emmi spricht von üblichen Vorgang

Daher hat Emmi im Jahr 2012 die Rezeptur des kalten Kaffees Caffè Latte «geringfügig» angepasst. Was genau geändert wurde, wird nicht mitgeteilt. Esther Gerster, Kommunikationsleiterin bei Emmi, betonte jedoch gegenüber der Nachrichtenagentur sda und schweizerbauer.ch, dass Caffè Latte nach wie vor aus frischer Milch und nicht mit Milchpulver hergestellt wird. Für Magermilchpulver und flüssige Milch mit einem höheren Fettgehalt werden nach wie vor Ausfuhrbeiträge bezahlt.

«Solche leichten Anpassungen sind ein üblicher Vorgang», teilte Esther Gerster, Kommunikationsleiterin bei Emmi, der sda mit. Was genau geändert wurde, wird nicht mitgeteilt.. Sie wies darauf hin, dass solche auch aus anderen Gründen erfolgten, zum Beispiel aus Nachhaltigkeitsgründen bei den verwendeten Kaffeebohnen. «Das Beibehalten der Beiträge für den Rohstoffpreisausgleich ist ein zusätzlicher Nutzen», teilte Gerster mit.

Ausgleich für hohe Rohstoffpreise

Ausfuhrbeiträge entschädigen exportierende Lebensmittelunternehmen für die hohen Rohstoffpreise in der Schweiz. Das erhöht die Wettbewerbsfähigkeit der Firmen und kommt der Landwirtschaft zugute, da die Milchverarbeitungsunternehmen so höhere Milchpreise bezahlen können.

Es dürfen jedoch nur Produkte unterstützt werden, die auf der sogenannten Verpflichtungsliste LIX der Welthandelsorganisation (WTO) aufgeführt sind. Als die Rechtsgrundlage für die Ausfuhrbeiträge revidiert wurde, wurde festgestellt, dass flüssige Magermilch nicht auf der WTO-Liste aufgeführt ist.

Aufgrund dessen wurden die Vorschriften angepasst und die Verarbeiter von Magermilch informiert. «Bis zur Einstellung der Ausfuhrbeiträge wurde den betroffenen Firmen danach eine Übergangsfrist von 11 Monaten gewährt. Dadurch sollten die Unternehmen auch Zeit erhalten, um ihre Rezepturen anzupassen», sagte Hug von der Oberzolldirektion.

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