7.06.2019 19:15
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/blu
Betriebsführung
Erfolg für Thurgauer Bäuerin
Die Geflügelhalterin Adelheid Gsell aus Winden TG hat sich in der Kategorie Unternehmerin für den Ceres Award qualifiziert. Im Oktober wird bekannt, ob sie zu den Siegerinnen zählt.

Gsell zähle damit zu den 33 besten Landwirten im deutschsprachigen Raum, schreibt der Deutsche Landwirtschaftsverlag (DLV) in einer Medienmitteilung. Ob sie am 16. Oktober beim Ceres Award in Berlin mit einem Kategoriensieg oder gar mit dem Titel "Landwirtin des Jahres" ausgezeichnet wird, entscheiden Juroren, welche die Kandidatinnen und Kandidaten auf den Höfen besuchen. Nominiert sind Landwirtinnen und Landwirte aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz.

Adelheid Gsells Spezialität sind "g'räuchti Pouletbrüstli", sind die Spezialität von Adelheid Gsell. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Werner Gsell bewirtschaftet sie einen 22 Hektar grossen Betrieb in Winden mit Schwerpunkt Pouletmast mit 22'000 Tiere. In der eigenen Räucherei räuchern sie nicht nur Hühner, sondern auch Forellen und Aale. Die Forellen stammen aus einem Zuchtbetrieb in der Nachbarschaft und die Aale von Adelheid Gsells Vater, einem Berufsfischer am Bodensee. Die geräucherten Produkte verkaufen die Gsells auf Märkten, an über 70 Hofläden und über ihren eigenen Internetshop „Gsell Spezialitäten“. Ein besonderes Highlight ist das jährliche Pouletessen auf dem Bauernhof mit rund 3.000 Gästen. 

Der CeresAward gilt als die bedeutendste Auszeichnung in der Landwirtschaft. Dieser ist mit 10'000 Euro dotiert und wird von der Fachzeitschrift "agrarheute" vergeben. Neben dem Gesamtsieger gibt es Sieger in 11 Kategorien. Mehr als 240 Personen haben sich dieses Jahr beworben.

Vergeben wird der CeresAward nach einem zweistufigen Verfahren. Zunächst wählt eine unabhängige Jury drei Bewerber je Kategorie ins Finale. Um aus diesen die Kategoriensieger sowie den Gesamtsieger zu ermitteln, sind Jurorenteams unterwegs, um die Finalisten auf ihren Höfen zu beurteilen. Entscheidend sind dabei nicht Höchstleistungen auf dem Feld oder im Stall, sondern beste wirtschaftliche Ergebnisse bei gleichzeitiger Berücksichtigung bäuerlicher Unternehmertugenden wie Mut, Ideenreichtum sowie Verantwortungsbewusstsein für Familie, Betrieb, Tier, Natur und Gesellschaft. 

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