22.03.2018 06:33
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Messen
Erfolgreiches 2017 für Olma Messen
Die Olma Messen blicken auf ein gutes Geschäftsjahr 2017 zurück. Der Umsatz wurde um 600'000 Franken auf 31,7 Millionen Franken gesteigert, und das Betriebsergebnis stieg auf 8,9 Millionen Franken. Massgeblich trugen Kongresse und Events dazu bei.

Stadtpräsident und Olma-Präsident Thomas Scheitlin zeigte sich bei der Präsentation des Ergebnisses am Mittwoch sehr zufrieden. 2017 sei für die Olma Messen das drittbeste Jahr (hinter 2011 und 2014) gewesen. Rund 713'000 Besucherinnen und Besucher kamen zu den zwölf Messen und den 108 Kongressen und Events.

Damit lag die Gesamtbesucherzahl leicht tiefer als im Vorjahr. Gleichzeitig profitierten die Olma Messen aber von mehr Ausstellern und höheren Erträgen aus den Ausstellungsflächen. Diese Erträge sind der Hauptertragspfeiler des Unternehmens.

Olma, OFFA und «Tier&Technik»

Ausgezeichnete Zahlen lieferten die grossen Eigenmessen Olma, OFFA und «Tier&Technik», wie es hiess. Das zweitbeste Ergebnis überhaupt wurde mit Kongressen und Events erwirtschaftet. Dabei gab es mehr zweitägige Messen. Laut Scheitlin unterstreichen die Zahlen die Bedeutung St. Gallens als Kongressstadt.

Vom guten Ergebnis profitierten auch die 81 festangestellten Mitarbeitenden, die einen Bonus und eine durchschnittliche Lohnerhöhung von einem Prozent erhielten, wie Olma-Direktor Nicolo Paganini erklärte. Die Olma Messen seien schuldenfrei und die Kapitalbasis gut. Mehrere Hürden hat das ambitiöse Projekt «Neuland» für eine Überdachung der Stadtautobahn auf der Ostseite des Messeareals genommen. So sprach der Kantonsrat einen Beitrag von 12 Millionen Franken, und die Stimmberechtigten der Stadt hiessen am 4. März einen Kredit von 18 Millionen gut.

Neue Halle frühestens 2024


Auf dem «Autobahndeckel» wollen die Olma Messen eine grosse neue Halle bauen. Derzeit läuft ein Projektwettbewerb, im zweiten Halbjahr 2018 soll die Baubewilligung eingeholt werden. Wenn alles nach Plan läuft - ohne langwierige Einspracheverfahren - könnte die neue Halle auf die Olma 2024 hin eröffnet werden.

Mit dem Projekt stehen die Olma Messen vor einer Grossinvestition. Es brauche rund 105 Millionen Franken Bankkredite, sagte Paganini. Die Finanzierung sei gesichert. Aktuell prüfen die Olma-Verantwortlichen neue digitale Geschäftsmodelle. Laut Paganini wäre es für das Unternehmen interessant zu wissen, wer die rund 700'000 jährlichen Besucherinnen und Besucher genau sind, etwa über eine Online-Registrierung. Allerdings werfe dies auch Fragen zum Datenschutz auf.

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